Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

"Echte Botschafter des Landkreises"

31.10.2018 Landrat Josef Laumer zu Gast auf dem Schreyer-Hof in Atting

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2001 hat Gerlinde Schreyer die Leidenschaft für den Kürbis gepackt. Mit ihrem Mann Heinrich führt sie seit 1997 den Schreyer-Hof in vierter Generation – und zu dem in hiesigen Breitengraden üblichen Anbau von Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben kam eben 2001 der Kürbis hinzu.

Aus einer ersten Idee wurde ein Erfolgsmodell. Heute sind es über 100 Kürbis-Sorten, die in Atting im Landkreis Straubing-Bogen angebaut und verarbeitet werden. Der Schreyer-Hof ist weit über die Landkreis-Grenzen für seine Kürbisse bekannt. Erlebnis-Touren auf dem Hof und vielfältige Produkte im Hofladen gehören längst zum Angebot dazu. Seit 2012 führt Gerlinde Schreier auch den Titel Erlebnisbäuerin. Bei einem Besuch auf dem Hof bekam eine Delegation des Landratsamtes um Landrat Josef Laumer, Wirtschaftsförderer Martin Köck, der Tourismusbeauftragten des Landkreises, Birgit von Byern sowie dem zuständigen Sachgebietsleiter Klaus Achatz und der Abteilungsleiterin Julia Wasmeier einen Blick hinter die Kulissen.

„Ich bewundere den Pioniergeist mit dem sie sich dem Thema Kürbis angenommen haben. Sie sind echte Botschafter des Landkreises“, war Landrat Josef Laumer von der Führung und dem Vortrag beeindruckt. „Der Boden und das Klima hier bietet beste Voraussetzungen für den Kürbis“, so Gerlinde Schreyer. „Während der Kriegsjahre von 1939 bis 1945 war der Kürbis auch in unserer Gegend ein beliebtes Nahrungsmittel für Mensch und Tier. Danach war er aber verschwunden und kam erst Ende der 90-er Jahre durch die Halloween-Welle aus den USA wieder ins Gedächtnis“. Und dass die Frucht in der Region einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, ist ein großes Verdient der Familie Schreyer. „Ich will die Menschen mit Gesundheit glücklicher machen“, sagt Gerlinde Schreyer. Egal ob Suppen, Samen, Öl, Nudeln, Prosecco, Marmelade, Kuchen, Quiche oder Kochbücher – es gibt nichts zum Thema Kürbis, was sich auf dem Schreyer-Hof in Atting nicht findet. Natürlich inklusive Kürbissen zu Dekorations- und Schnitzzwecken.

„Dank des Schreyer-Hofes ist Atting mittlerweile tatsächlich ein Tourismus-Ort geworden“, lobte Bürgermeister Robert Ruber das Engagement der Familie, die zahlreiche Touren anbietet. Vom Acker auf den Teller ist das Stichwort im Hofladen und dem Hof-Café. „Wir wollen mit diesem Standbein Landwirtschaft unseren Beitrag zur Wirtschaft im Landkreis leisten“, freute sich Heinrich Schreyer über den Besuch und die Anerkennung von Politik und Verwaltung.

„Der Schreyer-Hof ist wirklich etwas ganz besonderes und wir arbeiten seit langem eng zusammen“, fügte Birgit von Byern hinzu. Der ständige Austausch, den die Familie Schreyer als lobenswert erwähnte, zeige, dass dem Landkreis alle Betriebe und Firmen wichtig seien, so Klaus Achatz.

Besonders freute sich Landrat Josef Laumer über die Nachhaltigkeit und den Einsatz von Nachwachsenden Rohstoffen auf dem Feld. So wird eine verrottbare Folie aus Maisstärke eingesetzt. Die ist zwar deutlich teurer als normale Folie, passt aber ideal zur Region der Nachwachsenden Rohstoffe.

Foto: Gerlinde Schreyer, Birgit von Byern (Tourismusbeauftragte des Landkreises), Hannah Schreyer, Heinrich Schreyer, Robert Ruber (Bürgermeister der Gemeinde Atting), Landrat Josef Laumer, Martin Köck (Wirtschaftsreferent des Landkreises), Regierungsrätin Julia Wasmeier (Abteilungsleiterin Wirtschaft, Umwelt und Verkehr) und Klaus Achatz (Sachgebietsleiter Wirtschaft/Touristik/Regionalentwicklung) auf dem Schreyer-Hof in Atting (von links).

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