Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Jubeln, schimpfen, mitfiebern

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12.03.2018 Eltern-LAN fand großen Anklang

Schon nach wenigen Minuten war der Ehrgeiz geweckt: Es wurde gejubelt, geschimpft, gefiebert. Und als plötzlich der Bildschirm schwarz wurde, war der Aufschrei groß.

Großen Anklang bei Eltern, Lehrern und weiteren pädagogischen Kräften fand die Eltern-LAN am Landratsamt Straubing-Bogen. Die gemeinsame Veranstaltung mehrerer Vereine und Verbände unter Federführung der Bundeszentrale für Politische Bildung sollte in Kooperation mit der Abteilung Gesundheitswesen des Landratsamtes die Möglichkeit geben, eigene Computerspielerfahrungen zu sammeln und sich über Inhalte und Wirkungen virtueller Spielwelten zu informieren und sich darüber auch mit Fachleuten auszutauschen.

Großes Erstaunen herrschte schon zu Beginn unter den Teilnehmern, als Referent Benjamin Götz, Honorarreferent der Bundeszentrale für Politische Bildung in die Welt des E-Sports einführte und über die dortigen Profibedingungen, Verdienste, Zuschauerzahlen und Werbeeinnahmen sprach. Für Außenstehende eine kaum zu fassende Welt. Bei den eigenen Spielerfahrungen wurde dann ziemlich schnell deutlich, welche Auswirkungen Computerspiele haben. „Man entwickelt relativ schnell Strategien und auch einen gewissen Ehrgeiz“, meinte ein Teilnehmer nach einem Ego-Shooter-Spiel. Auch die sich verändernde Stimmung im Raum war spürbar und greifbar. „Plötzlich werden Dinge verharmlost“, brachte es ein Lehrer auf den Punkt.

Genau jene Erfahrungen – wie auch das Gefühl eines abrupten Spielendes – sollten die Teilnehmer auch machen, um sich in die Welt der spielenden Kinder und Jugendlichen hineinversetzen zu können. Das gelang auch ziemlich anschaulich. „Genau da setzt die Veranstaltung an“, erklärt Sozialpädagogin Verena Schmalhofer, Mitorganisatorin von Seiten des Gesundheitsamtes. „Die Eltern-LAN ist bewusst nicht so konzipiert, dass man sich nur einen Vortrag anhört. Durch das eigene Erleben steigt man in die Diskussion ein und hat so einen ganz anderen Zugang.“ Auch der Spaß kam in der fast fünfstündigen Veranstaltung nicht zu kurz, gerade während den Spielphasen wurde viel gelacht.

Der gewünschte Lerneffekt bei den Teilnehmern stellte sich am Ende jedenfalls in allen Belangen ein. „Mir selbst gibt das Computer spielen nicht so viel. Auch jetzt nach dem Ausprobieren nicht. Aber ich verstehe die Abläufe und die Gedanken der Jugendlichen jetzt besser“, meinte ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung. „Genau damit hat sich der Zweck erfüllt“, konnte Verena Schmalhofer ein zufriedenes Fazit ziehen.

Und da die Veranstaltung sehr großen Anklang fand, wird diese vermutlich Ende des Jahres nochmals stattfinden – dann jedoch nur für Fachkräfte.

Kategorien: Landratsamt, Social Media