Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

„Informationstechnik und Elektrobranche sind für mich die Berufe der Zukunft"

Wiesenfeldens Bürgermeister Anton Drexler, Wolfgang Reith, Landrat Josef Laumer, Erwin Reith, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Stellvertretender Landrat Franz Xaver Eckl (von links) in der Werkstatt von IT-Reith vor einem zu reparierenden Fernseher.
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22.02.2019 Landrat Josef Laumer ließ sich über die Entwicklung im E Handwerk unterrichten

Vom Fernsehtechniker zum Informationstechniker – der Wandel in der Berufswelt zeigt sich beispielhaft im E Handwerk. Informationselektroniker sind heute vielfältig einsetzbare Spezialisten. Das zeigt sich schon alleine am Portfolio von IT-Reith in Kesselboden (Gemeinde Wiesenfelden).

Klassischer Kundendienst, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, TV-Empfangsanlagen, Internetanbindung, EDV & Netzwerktechnik, Telefonanlagen, Vertriebspartner von Telekom, Amplus, Vodafone, DegNet, Videoüberwachung/Gefahrenmeldeanlagen, Beschallungsanlagen, BOS-TETRA Digitalfunk – all dies gehört zum Aufgabenfeld des Familienbetriebes, der vor 25 Jahren von Erwin Reith gegründet wurde. Über die Entwicklung in diesem Bereich ließ sich Landrat Josef Laumer vor Ort in Kesselboden unterrichten. „Informationstechnik und die Elektrobranche sind für mich die Berufe der Zukunft“, sagt Josef Laumer. „Deshalb ist dieser Austausch für mich sehr wichtig und ich nehme mir die Zeit, um intensiv Informationen aus erster Hand darüber zu bekommen.“

Erwin Reith ist seit 2014 auch Stellvertretender Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Straubing und seit 15 Jahren Prüfungsausschussmitglied für den Informationselektroniker. Als Mann vom Fach werden noch heute Reparaturen aller Geräte in der Werkstatt durchgeführt. „Wenn der Kunde das wünscht, können wir vieles machen“, betont Reith. Gleichzeitig stellt man sich mit einem achtköpfigen Team von drei Azubis, zwei Gesellen, zwei Meistern und einer Handelsfachwirtin seit Jahren den Anforderungen der Digitalisierung und dem immer weiter wachsenden IT-Geschäftsfeld. Reith betont auch: „Man darf als Betrieb oder als Handwerk nicht immer nur mit dem Finger auf das Landratsamt oder die Gemeinde zeigen, sondern auch Eigeninitiative entwickeln. Wir sind mit der Unterstützung von Landkreis, Gemeinde oder auch dem Oberbürgermeister sehr zufrieden. Sie waren von der Idee der Nachwuchshandwerkertage sofort begeistert und dieses Projekt ist eine Aufwertung für die Berufe. Es sollen den Schülern die Augen geöffnet und die Chancen aufgezeigt werden. Aber es gibt noch viel mehr Betriebe, die mitmachen sollten und sich daran beteiligen könnten.“

Was mit dem nötigen Engagement möglich ist, zeigt die Geschichte von IT-Reith, die fast ein bisschen an das Silicon Valley erinnert. Auch dort wurde einst in Garagen ein Erfolgsmodell begonnen. Bei Erwin Reith war es ähnlich: Vor 25 Jahren hat alles in einer Garage begonnen, heute ist er in IT-Fragen mit der Unterstützung seiner Söhne nicht nur bayernweit tätig, sondern rüstet derzeit auch die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst in Thüringen mit Digitalfunk aus. Aktuell läuft auch die Übernahme des Ladengeschäfts von Hofmann TV-HiFi in Bogen.

„Man merkt einfach den Spaß, mit dem hier gearbeitet wird“, verdeutlichte Wiesenfeldens Bürgermeister Anton Drexler und fügte hinzu: „Was mich besonders freut ist auch das Engagement für das Dorfleben, das sich unter anderem in vielen gemeinsamen Projekten zeigt, die sonst so nicht möglich gewesen wären.“

Im Austausch mit Landrat Josef Laumer ging es auch um die Situation an den Berufsschulen, die Lehrlings- und Ausbildungsperspektiven und die Zukunftsaussichten des Handwerks auch angesichts der Digitalisierung. „Für mich ist es auch wichtig, die Sichtweise auf all diese Dinge aus der Warte eines kleineren Betriebes zu sehen. Denn auch davon haben wir im Landkreis sehr viele und auch ihnen wollen wir die richtigen Rahmenbedingungen bieten“, so Landrat Laumer.

Und eines hat IT-Reith seinen Mitarbeitern, Kunden und Anlieferern ohnehin zu bieten: Den wohl schönsten Ausblick von einem Arbeitsplatz im gesamten Landkreis. Tritt man aus der Türe öffnet sich einem der Blick bis zum Arber, im Vordergrund sieht man den Gallner und etwas weiter rechts den Pröller. „Wir arbeiten da, wo andere Urlaub machen“, schmunzelt Erwin Reiths Sohn Wolfgang.

Foto: Wiesenfeldens Bürgermeister Anton Drexler, Wolfgang Reith, Landrat Josef Laumer, Erwin Reith, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Stellvertretender Landrat Franz Xaver Eckl (von links) in der Werkstatt von IT-Reith.

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