Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Informieren, aufklären, den Selbstschutz stärken

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02.03.2018 Jugendschutzparcours soll Schülerinnen und Schüler mit den Problematiken der unterschiedlichen Süchte vertraut machen

Informieren und aufklären, das ist das Ziel der Jugendschutzwochen, die vom 19. Februar bis 6. März auch im Landkreis Straubing-Bogen und der Stadt Straubing stattfinden. „Und am Ende soll Selbstschutz durch Stärkung bei den Jugendlichen stehen“, sagt Verena Schmalhofer, Sozialpädagogin der Fachstelle für Suchtprävention der Abteilung Gesundheitswesen im Landratsamt Straubing-Bogen.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Jugendschutzwochen auch der Jugendschutzparcours „stop & go“ als Kooperationsprojekt aus Kreisjugendring, Kommunale Jugendpflege Landkreis, Kommunale Jugendpflege Stadt, Stadtjugendring, Katholische Jugendstelle und eben der Fachstelle für Suchtprävention als Hauptveranstalterin initiiert. Dieser ist im Jugendzentrum im Alten Schlachthof in Straubing aufgebaut und umfasst die vier Stationen Jugendschutzgesetz, Medien, Sucht, Werbung & Konsum. Die Stationen werden von speziell geschulten Moderatorinnen und Moderatoren betreut. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche zwischen der 7. und 10. Klasse. Das Angebot wird von den Schulen aus Stadt und Landkreis hervorragend angenommen. Insgesamt rund 560 Schülerinnen und Schüler aus Real-, Mittel- und Förderschulen werden bis zum Ende am 6. März am Parcours teilgenommen haben.

„Viele Kinder und Jugendliche nehmen manche Gefahren gar nicht so wahr“, meint Sozialpädagogin Verena Schmalhofer nicht nur mit Blick auf Videospiel- oder Internetsucht. Zwei Süchte, die erst in den letzten Jahren so richtig aufgekommen sind und immer weitere Kreise ziehen. Im Rahmen des Parcours soll den Schülerinnen und Schülern aber auch klar gemacht werden, wie große Konzerne bewusst und geschickt das Konsumverhalten gerade von jüngeren Menschen manipulieren und beeinflussen. Für einen regelrechten Aha-Effekt sorgt die sogenannte Rauschbrille, mit der aus erster Hand deutlich wird, wie sich die Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss verändert und welche Gefahren sich daraus ergeben. Für so manche Überraschung bei den Jugendlichen sorgt aber auch die Station Jugendschutzgesetz. Denn der Kauf von branntweinhaltigen Pralinen für die Oma zum Geburtstag ist ohne Begleitung der Eltern unter einem bestimmten Alter gar nicht so einfach möglich. Dies ist nur eines von vielen anschaulichen Beispielen, mit denen die gesetzlichen Bestimmungen auf praxisorientierte Art und Weise nähergebracht wurden und werden.

„Alle Gruppen sind sehr engagiert bei der Sache. Vor allem die interaktive Kommunikation soll dafür sorgen, dass bei den Jugendlichen am Ende des Tages auch etwas hängen bleibt und sie sensibilisierter für die Gefahren von Süchten aller Art sind“, hofft Verena Schmalhofer auf den Effekt des Jugendschutzparcours, der zum ersten Mal Station in Stadt und Landkreis gemacht hat.

 Foto: Die Organisatoren des Jugendschutzparcours um Sozialpädagogin Verena Schmalhofer (rechts) mit einem Teil der Moderatorinnen.

Kategorien: Landratsamt, Social Media