Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Online-Wohnraumbörse

06.12.2017 Landkreis unterstützt Integration von Anerkannten in den „normalen“ Wohnungsmarkt

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Anerkannte Asylbewerber in privaten Wohnraum zu verbringen und die Zahl der Fehlbeleger reduzieren zu können, ist die große Herausforderung für die Kommunen – auch im Landkreis Straubing-Bogen.

Denn der Gesetzgeber hat deutlich gemacht, dass Anerkannte in den „normalen“ Wohnungsmarkt zu integrieren sind und auch grundsätzlich gefordert, sich selbst um eine Wohnung zu kümmern. Häufig bleibt diese Aufgabe aber an den Gemeinden hängen, auch wenn sich der Freistaat Bayern bereit erklärt hat, dass Anerkannte als sogenannte „Fehlbeleger“ vorübergehend in den staatlichen Asylunterkünften verbleiben können.

Der Landkreis Straubing-Bogen orientiert sich nun – mit Förderung des Freistaates – am Erfolgsprogramm „Passauer Modell“ und initiiert eine „Online-Wohnraumbörse.“ Auf der Webseite des Landkreises ist dazu unter www.landkreis-straubing-bogen.de ein Formular für potenzielle Vermieter bereitgestellt, die dort ihre Mietangebote eintragen können. Bereits auf der Startseite unter der Kachel „Wohnraumbörse“ lässt sich die Seite aufrufen. Auf der Webseite gibt es zudem weitere wichtige Informationen für die potenziellen Vermieter. Die eingehenden Angebote werden dann vom Landratsamt Straubing-Bogen an die geeigneten Stellen – z.B. Helferkreise, Ehrenamtskoordinatoren etc. – weitergeleitet, die sich um eine Kontaktaufnahme zwischen potenziellem Vermieter und Anerkanntem bemühen und einen möglichen Mietvertragsabschluss begleiten.

„Das Landratsamt fungiert sozusagen als Briefkasten bzw. Verteiler“, veranschaulicht Ludwig Baumann, Leiter des Ausländeramtes des Landkreises, die Funktionsweise. „Die Wohnungssuche gehört zu den wichtigsten Herausforderungen im Integrationsprozess. Wir wollen mit dieser Online-Börse den Druck von den Gemeinden nehmen“, so Baumann weiter. Er hofft, dass auch im Landkreis Straubing-Bogen dank der Online-Wohnungsbörse eine ähnliche Entwicklung wie im Landkreis Passau eintritt, „wo der Anteil anerkannter Asylbewerber in den dortigen Asylunterkünften spürbar reduziert werden konnte.“

Kategorien: Landratsamt, Social Media