Zensus 2022: Zur weiteren Sicherung der Datenqualität finden nun planmäßig Wiederholungsbefragungen statt

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Knapp 0,7 Prozent der bereits erstmals befragten Haushalte werden im Rahmen des Zensus 2022 Erhebung planmäßig erneut angesprochen – Wiederholungsbefragung läuft bis Herbst und sichert hohes Qualitätsniveau der amtlichen Statistik.

Im Mai startete bekanntlich die Durchführung des Zensus 2022 für Deutschland. Die Gesamterhebung mit mehreren Befragungen läuft im Freistaat erfolgreich. So haben bis heute hierzu in Bayern bereits über 80 Prozent der für die Stichprobe ausgewählten Haushalte das Interview zusammen mit den qualifizierten Erhebungsbeauftragten erfolgreich abgeschlossen. Nun startet planmäßig die Wiederholungsbefragung. Sie dient der weiteren Qualitätssicherung bei den gewonnenen Daten. Dazu nehmen die Erhebungsbeauftragten in ihrer Funktion als Interviewer erneut Kontakt zu einem kleinen Teil der bereits befragten Haushalte auf. Sie werden über eine Zufallsstichprobe erneut gezogen. Faktisch sind es dann rund 90.000 Personen, die ein zweites Mal angesprochen und um ihre Mitarbeit gebeten werden.

Warum diese Wiederholungsbefragung? Zur Erinnerung: die Zensusergebnisse sind Grundlage vieler wichtiger Entscheidungen in unserer Gesellschaft, die Auswirkungen bis auf Gemeindeebene haben. Dazu gehören beispielsweise der kommunale und bundesstaatliche Finanzausgleich, maßgeblich mit bestimmt durch die dann amtlich festgestellte Einwohnerzahl der Gemeinden oder auch die Ableitung von Maßnahmen jeweils vor Ort hinsichtlich zukünftiger Infrastrukturen bei Bildung oder der medizinischen Versorgung. Die amtliche Statistik sichert deswegen mit dieser Wiederholungsbefragung eine sehr hohe Datengüte und Qualität gezielt ab. Die Qualitätssicherung ist vom Gesetzgeber entsprechend auch vorgeschrieben. Es ist gesetzlich geregelt, dass die Zuverlässigkeit der Haushaltebefragungen durch eine repräsentative Wiederholungsbefragung zu prüfen ist.

Im Zuge dieser erneuten Befragung werden die per Stichprobe ermittelten Bürgerinnen und Bürger wieder von einer oder einem Erhebungsbeauftragten kontaktiert. Die Kontaktaufnahme erfolgt genauso wie bei der Erstbefragung der Haushalte über eine Terminankündigungskarte im Briefkasten.

Hierbei ist wichtig, dass das Interview nicht grundsätzlich von derselben Person durchgeführt wird wie das Erstinterview. Die Erhebungsbeauftragten werden sich auch hier selbstverständlich ausweisen. Bürgerinnen und Bürger werden um Ihre freundliche Mitarbeit gebeten. Es ist zu beachten: auch für die Wiederholungsbefragung besteht die gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht seitens der über die Stichprobe erneut gezogenen Personen in den Haushalten.

Weitere Informationen unter:

www.statistik.bayern.de/mam/statistik/zensus/haushaltsstichprobe/flyer_zur_wiederholungsbefragung_zensus2022.pdf