Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

25 Jahre Einsatz zum Schutz der heimischen Natur

Ehrenamtliche Naturschutzwächter setzen sich seit 25 Jahren im Landkreis Straubing-Bogen für den Schutz unserer Umwelt ein. Bei einer Jubiläumsveranstaltung am Montag, 21.10. wurde ihnen für diese ehrenamtliche Tätigkeit der gebührende Dank ausgesprochen.

Passend zum Thema Naturschutz wurde eine Exkursion im „Rainer Wald“ durchgeführt. Als Exkursionsleiter konnte der ehemalige „Chef“ der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern und jetzige Leiter der Nationalparkverwaltung „Bayerischer Wald“ Dr. Franz Leibl gewonnen werden. Als Initiator dieses Vorzeige -  Naturschutzprojekts führte Dr. Leibl  die Naturschutzwächter und die für Umwelt- und Naturschutz zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes zusammen mit Landrat Alfred Reisinger durch den Rainer Wald. Dr. Leibl erklärte die Bedeutung der hochwertigen Bestände an Alteichen und Sumpfwäldern für die Artenvielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Angefangen vom Mittelspecht über 13 verschiedene Arten Fledermäuse bis hin zu Wasserfeder und Trollblume, der Rainer Wald hielt auch für die Mitglieder der Naturschutzwacht einige Besonderheiten bereit.

Bei der anschließenden Feierstunde in Aiterhofen bedankte sich Landrat Alfred Reisinger im Namen des Landkreises für die ehrenamtliche Tätigkeit der Naturschutzwacht. „Sie unterstützen mit Sachkunde und Idealismus die Naturschutzbehörde am Landratsamt. Durch konkrete Aufklärung, Beratung und Informationen sowie allgemeinen Kenntnissen über die Zusammenhänge in der Natur, vermitteln sie die Ziele und Belange des Naturschutzes gegenüber den Mitbürgern. Ohne den Einsatz vieler ehrenamtlich für den Naturschutz engagierter Bürger  wäre eine Vielzahl an Aufgaben nicht zu bewältigen“,  betonte Landrat Alfred Reisinger die Bedeutung der Naturschutzwacht., Besonders dankte er drei Männern der ersten Stunde, Herrn Josef Steinl aus Salching, Josef Meier aus Sankt Englmar und Heribert Schöberl aus Obermietnach die seit der Gründung der Naturschutzwacht - vor 25 Jahren - der unteren Naturschutzbehörde mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Einen kurzen Rückblick über die Entwicklung der Naturschutzwacht gab der ehemalige Sachgebietsleiter des fachlichen Naturschutzes am Landratsamt Richard Schmidbauer. Vor 25 Jahren hatte der Landkreis Straubing-Bogen beschlossen, eine Naturschutzwacht aufzustellen. Aus 40 Bewerbern wurden damals 11 Männer ausgewählt, die als ehrenamtliche Hilfskraft für die untere Naturschutzbehörde tätig wurden. Nach dem Einführungslehrgang an der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen  und dem bestandenen Prüfungsgespräch begannen die Naturschutzwächter im Oktober 1988 ihren Dienst. Am Anfang sei es nicht immer einfach gewesen, die Anliegen des Naturschutzes durchzusetzen, erklärten die Gründungsmitglieder der Naturschutzwacht;  doch mittlerweile sind sie erfreut, dass die Arbeit in der Gesellschaft akzeptiert wird und vermehrt Leute auf sie zukommen und um Rat fragen. Richard Schmidbauer betonte, dass die Naturschutzwacht mittlerweile im Landkreis längst etabliert sei und nicht wie anfänglich befürchtet,  als grüne Sheriffs wahrgenommen werde. Die Naturschutzwacht hat in ihrem Einsatz für die Natur, die Aufgaben die ihr der Gesetzgeber zugedacht hat, sehr gut erfüllt.

 Naturschutzwacht Gruppenfoto Rainer Wald
Bild 1: Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald (8. v.r.), erklärte Landrat Alfred Reisinger (6. v.r.), den Mitgliedern der Naturschutzwacht und den für Umwelt- und Naturschutz zuständigen Mitarbeitern des Landratsamtes die Artenvielfalt im Rainer Wald.  

Ehrung 25 Jahre Naturschutzwacht
Bild 2: Josef Steinl (1. v.l.), Josef Meier (2. v.l.) und Heribert Schöberl (5.v.l.) wurden von Landrat Alfred Reisiger (3. v.l.) für 25 Jahre Einsatz in der Naturschutzwacht geehrt. Auch Stellvertretender Landrat Josef Laumer (4. v.l.); Birgit Fischer, Abteilungsleiterin (6. v.l.); Irene Denk, Leiterin des Sachgebietes Umwelt- und Naturschutz (7.v.l.); Richard Schmidbauer, ehemaliger Sachgebietsleiter des fachlichen Naturschutzes (8. v.l.) und Reimund Kolb, für Naturschutz zuständiger Sachbearbeiter, bedankten sich bei den Mitgliedern der Naturschutzwacht für den jahrelangen Einsatz.