Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Apfel des Jahres 2013 gekürt

Apfelbäume für Gartenbauvereine - Berleis machte das Rennen

Diese Woche lud Landrat Alfred Reisinger die Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Straubing-Bogen Andrea Völkl, Ehrenvorsitzenden Hans Gegenfurtner, den Leiter des Arbeitskreises Pomologie Hans Aumer und  Kreisfachberater Hans Niedernhuber zu einer außergewöhnlichen Aktion in das  Landratsamt ein. Die geladenen Obstkenner hatten die Auf­gabe, für den Landkreis den „Apfel des Jahres 2013“ zu küren. Dabei waren die Ansprü­che an ihn vielfältigster Natur. Die Sorte musste zumindest robust gegenüber Pilz­krankheiten  sein, möglichst eine breite Anbaufähigkeit aufweisen, keine überdurchschnittlichen Ansprüche hinsichtlich des Obstbaum­schnittes haben und vor allem gut schmecken. Da diese Krite­rien durchaus einige Apfelsorten erfüllten und die Geschmäcker bekannterweise un­terschiedlich sind, war die Wahl nicht ganz einfach. Schließlich einigte man sich auf die Sorte Berleis. Im Rahmen der Vorständetagung des Kreis­verbandes im November 2013 wird dann jeder der 50 Obst- und Gartenbauvereine einen Obstbaum dieser Sorte vom Landkreis erhalten.

 Nachdem immer wieder einmal Bäume, die zu nahe an der Straße stehen, entfernt werden müssen, möchte Landrat Reisinger, neben den sowieso im Lebensraum der zu fäl­lenden Bäume stattfindenden Ausgleichspflanzungen zusätzliche Ausgleichsmaß­nahmen ergreifen. „Mir geht es darum,  zu zeigen, dass wir zuvorderst Bäume schät­zen und nur wo es unbedingt notwendig erscheint, sie fällen lassen“ , so Reisinger. Gerade Obstbäume verbinden Ästhetik sowie Nutzen für Mensch und Natur in gerade zu idealer Art und Weise. Da der Land­kreis selbst nur wenig Fläche zur Pflanzung von Bäumen zur Verfügung hat und auch die Pflege, insbesondere von Obstbäumen, einen nicht unerheblichen Aufwand dar­stellt, griff der Landrat mit der Einführung der Aktion „Apfel des Jahres“ im Jahre 2008 auf die schon bewährte Zusammenarbeit mit den Obst- und Gartenbauvereinen zurück. Wenn möglich sollten diese die Bäume auf öffentliche oder halböffentliche Flächen pflanzen und für ihre Erziehung sorgen. 

 Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hatte schon in der Vergangenheit bei zahlreichen Aktionen, wie der Pflanzung von 2000 Obstbäumen zur Jahrtau­sendwende, mit dem Landkreis erfolgreich zusammengearbeitet, so die Kreisvorsit­zende Andrea Völkl. Auch bei verschiedenen Maßnahmen im Kreisobstlehrgarten Neukirchen stand und stehe der Landkreis dem Verband stets wohlwollend zur Seite. In der Aktion „Apfel des Jahres“ sieht die Vorsitzende einen weiteren Schritt in der langen Reihe des frucht­baren Zusammenwirkens. Auch sei es eine gute Möglichkeit, wirklich empfehlens­werte Obstsorten herauszustellen und zugleich einen Baum dieser Sorte bei jedem Obst- und Gartenbauverein zu pflanzen. „Wenn wir dies jedes Jahr durchführen, wird bald jeder Gartenbauverein den Ratsuchenden ein ansehnliches Sortenrepertoire vorweisen können", freut sich der Leiter des Arbeitskreises Pomologie, Hans Aumer.

 Mit der Wahl der Apfelsorte Berleis haben die Juroren eine robuste Neuzüchtung ins Rampenlicht gebracht. Vor allem freut Kreisvorsitzende Andrea Völkl, dass der Apfel von einem langjährigen Vorstand eines Gartenbauvereines, dem OGV Weilheim, gezüchtet wurde. Normaler Weise sei dies das Metier von professionelle Züchtern. Der Obstkenner und Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Hans Gegenfurtner stellte die Robustheit der Sorte, die auf die Eltern Roter Eiser und Roter Berlepsch zurückgehe, heraus. Ein weitere Grund für die Wahl, so Kreisfachberater Hans Niedernhuber sei seine sehr lange Lagerfähigkeit, die bis Mai gehen könne und die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Schorf, Läusen und dem Apfelwickler.