Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Herbstsammlung für unsere Kriegsgräber

Der Landesverband Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. führt vom 18. Oktober bis zum 3. November seine Haus- und Straßensammlung durch. Die Spenden unterstützen die Instandhaltung und den Bau der 832 deutschen Soldatenfriedhöfe mit etwa 2,5 Millionen Toten in aller Welt.

Der Schwerpunkt der Arbeiten des Volksbundes in Osteuropa liegt weiterhin bei der Suche nach den Vermissten und Toten des Zweiten Weltkrieges.

Die Identifizierung der Kriegstoten ist besonders wichtig. Viele Angehörige wünschen sich Gewissheit über das Schicksal der Verstorbenen. Und der Volksbund gibt ihnen mit ihren Namen auch die Würde zurück.

Zwei Jahrzehnte nach der Unterzeichnung des Kriegsgräberabkommens mit der Russischen Föderation hat der Volksbund eines der wichtigsten Etappenziele erreicht: Der große Sammelfriedhof Duchowschtschina bei Smolensk wurde am 3. August eingeweiht.

Eine neu errichtete Zufahrtsstraße führt zu der 5 Hektar großen Anlage, auf der bis zu 70.000 deutsche Kriegstote aus den Gebieten Brjansk, Kaluga und Smolensk zugebettet werden können. 2012 begann der Ausbau des Sammelfriedhofes. Das Eingangsgebäude, die Park- und Wegeflächen sowie der Gedenkplatz sind rechtszeitig fertig gestellt worden. Nach der Bestattung von bereits über 25.000 Kriegstoten ist das Gelände eingefriedet und begrünt. Die Kreuzgruppen und das Hochkreuz verleihen der Anlage einen würdigen Charakter. Bis zur Einweihung wurden die ersten Stelen aus Naturstein mit rund 10.000 Namen beschriftet. Weitere Einbettungen von Kriegstoten und die entsprechenden Namenskennzeichnungen werden noch die kommenden Jahre andauern.

Aber auch im Westen, Süden und Norden Europas gibt es noch genügend zu tun. Gerade die Kriegsgräberstätten, die vor über 50 Jahren gebaut wurden, sind inzwischen stark sanierungsbedürftig – die Arbeit muss auch da weitergehen.

„Für seine Arbeit braucht der Volksbund dringend Geld. Viele Vorhaben müssen zurückgestellt werden, weil die Mittel fehlen. Der Volksbund leistet eine wertvolle Aufgabe beim Erhalt und Aufbau der Kriegsgräber, die einerseits unseren gefallenen Landsleuten eine würdige Ruhestätte sind und zugleich als ständiges Mahnmal unserer Geschichte dienen“, bittet Schirmherr Landrat Alfred Reisinger um die Unterstützung der Haus- und Straßensammlung.