Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Energieschonend und aus der Region für die Region

Betriebsführung durch den Zerlegebetrieb: Junior-Chef Philipp Kreipl, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Attings Bürgermeister Robert Ruber, Senior-Chef Lothar Kreipl und Landrat Josef Laumer (von links) stehen in einem Kühlraum der Firma.
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11.12.2018 Frische-Zentrum Kreipl präsentiert seine Philosophie Landrat Josef Laumer

Aus der Region, für die Region – und noch dazu absolut energieschonend. Beim Besuch des Frische-Zentrum-Kreipl in Atting überzeugte sich Landrat Josef Laumer persönlich von der Philosophie des Familienbetriebs, der kürzlich von Straßkirchen in seinen Neubau nach Atting umgezogen ist.

„Wir sind in Sachen Energieversorgung absolut autark“, erklärte Senior-Chef Lothar Kreipl der Delegation aus dem Landratsamt. Dank Energierückgewinnung wird keinerlei Öl oder Gas für die Heizung gebraucht, die Warmwasseraufbereitung erfolgt aus der eigenen Solar-Anlage. Die auf dem Dach des Gebäudes installierte PV-Anlage liefert Strom für den Eigenverbrauch.

„Man hat sich Gedanken über Ressourcenschonung gemacht und das Ergebnis ist beeindruckend“, lobte Landrat Josef Laumer. Kurze Transport- und Lieferwege und eine ausgeklügelte Logistikkette sorgen für eine weitere Optimierung der Prozesse.

Neben der Energieeffizienz und der Ressourcenschonung wird größter Wert auf Regionalität gesetzt. Eine Vielzahl an lokalen Produkten aus eigener Zerlegung wird angeboten. Neben Fleisch, Fisch, Käse und zusätzlichen Produkten wie Wein, Öl und Mehl werden am neuen Standort auch Wurstwaren angeboten, welche in der gläsernen Wurstküche produziert werden. Kunden vom Werksverkauf sind neben regionalen Vereinen, Gastronomen und Metzgereien auch Privatkunden. Auch Großhandelsbetriebe in ganz Deutschland und Europas größter Umschlagplatz für Lebensmittel in Paris-Rungis werden beliefert. Neben dem Zerlegungsbetrieb für Rind und Schwein ist für die Zukunft auch ein Schlachtbetrieb geplant. „Dies käme dank kurzer Transportwege auch dem Tierwohl zugute. Die Tiere aus unserer Region müssten nicht weit gefahren werden“, erläuterte Junior-Chef Philipp Kreipl.

Auf Regionalität setzt das FZK aber nicht nur bei der Vermarktung und Herkunft seiner Produkte, sondern auch bei den Arbeitskräften. Allein sechs neue Fachkräfte kommen direkt aus der Gemeinde Atting und Umgebung. Die Problematik mit unbesetzten Lehrstellen kennt auch dieser Ausbildungsbetrieb. Eine Metzger-Lehrstelle ist noch offen. „Die Schülerinnen und Schüler, die kürzlich am Azubibus teilgenommen haben, waren beeindruckt von den Möglichkeiten, die sich auch im Handwerk ergeben. Ich hoffe, dass sich dieser Gedanke mehr und mehr bei den Jugendlichen durchsetzt“, sagt Landrat Josef Laumer.

Nach dem Besuch und der Führung durch das FZK zeigte sich der Landrat angetan vom Konzept, dem Angebot und der Ausrichtung des Zerlegungsbetriebes, „der die Vielfalt in unserem Landkreis sehr gut widerspiegelt.“

Foto: Betriebsführung durch den Zerlegebetrieb: Junior-Chef Philipp Kreipl, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Attings Bürgermeister Robert Ruber, Senior-Chef Lothar Kreipl und Landrat Josef Laumer (von links).

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