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„Man merkt das gewachsene Interesse am Holzbau“

04.03.2020 Besuch bei der Firma Hirtreiter Holzbau in Leiblfing

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Holzbau liegt im Trend der Zeit, schließlich ist Holz der bedeutendste Nachwachsende Rohstoff im Baubereich. Beim Besuch der Firma Hirtreiter Holzbau in Leiblfing sprach Landrat Josef Laumer mit den Inhabern des in vierter Generation familiengeführten Betriebes über die aktuelle Situation.

„Man merkt das gewachsene Interesse am Holzbau“, verdeutlichte Betriebsleiter Christof Graubmann. „Wir haben jetzt viel mehr Anfragen von Studenten für Praktikas oder ein duales Studium, aber leider immer noch viel zu wenig Lehrlinge für den Zimmererberuf.“ Besprochen wurde auch, dass Planungen anspruchsvoll sind, da sämtliche Details inklusive Versorgungsleitungen bereits im Voraus akkurat geplant werden müssen. „Da bei Hirtreiter jedes Brett auf seine Tragfähigkeit  und Astigkeit geprüft werden muss, ist es durchaus eine Herausforderung passendes Holz zu erhalten. Derzeit anfallendes Käferholz kann nur zu einem geringen Teil verarbeitet werden“, erklärt Geschäftsführerin Annemarie Graubmann. „In unserer Produktion, wie überhaupt im Bauhauptgewerbe, wird aufgrund der Normen und der leichten Bearbeitbarkeit hauptsächlich Fichte verarbeitet. Im Hinblick auf den derzeitigen Waldumbau -weniger Fichte-, müssen daher Lösungen gefunden werden.“

Einig waren sich Landrat wie auch Firmenvertreter, das man auf sinnvolles und ökologisches Bauen setze, ohne dabei ideologisch zu agieren und Bauweisen gegeneinander auszuspielen.

Die Firmenpräsentation und der Rundgang verdeutlichten die breite Angebotspalette der Firma Hirtreiter Holzbau, die auch Sondermaße und Übergrößen beinhaltet und von der Herstellung von geradem Leimholz für Dachstühle und Herstellung von großen Hallendachtragwerken bis zur Montage vor Ort reicht. Holzbau-Projekte in ganz Bayern verdeutlichen die Leistungsfähigkeit des Unternehmens aus dem Landkreis Straubing-Bogen.

„Es ist ein Beispiel, bei dem deutlich wird, was hinter den Kulissen der Hallen, an denen mancher vielleicht achtlos vorbeifährt, alles passiert“, so Landrat Josef Laumer in seinem Resümee. „Wichtig ist es auch, immer im Gespräch zu bleiben, um über Entwicklungen und Trends informiert zu sein. Das ist gerade für uns Politiker ganz wichtig.“

Foto: Geschäftsführerin Annemarie Graubmann, Landrat Josef Laumer, Wirtschaftsreferent Martin Köck, Leiblfings Bürgermeister Wolfgang Frank und Betriebsleiter Christof Graubmann (von links) in den Produktionshallen in Leiblfing.

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