Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Digitalisierung eines der Hauptthemen

30.11.2018 Gemeindebesuch in Hunderdorf steht im Zeichen von Zukunftsfragen

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Die Frage, die der Vorsitzende der VG Hunderdorf, der Hunderdorfer Bürgermeister Hans Hornberger, eingangs stellte, war rhetorischer Art: „Wo lassen sich Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten besser besprechen als in so einem Rahmen?“ Gemeint war der Gemeindebesuch von Landrat Josef Laumer in der Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit einer Delegation aus dem Landratsamt Straubing-Bogen.

„Wenn wir uns heute über diesen Besuch freuen, dann heißt das nicht, dass wir mit der Arbeit im Landratsamt unzufrieden sind, ganz im Gegenteil“, so Hans Hornberger. „Aber wenn wir in so einem Gespräch noch weitere Verbesserungen erzielen können, dann ist das für alle gut.“ Dem konnte Landrat Josef Laumer nur beipflichten: „Wir sitzen alle im selben Boot und es gibt fast täglich Kontakt zwischen einer Gemeinde und dem Landratsamt. Und da ist es für mich einfach wichtig, dass man sich auch persönlich und nicht nur vom Telefon her kennt. Das trägt zu einem besseren Miteinander bei.“ Am Miteinander freilich gab es auch von den anwesenden Bürgermeistern der weiteren VG-Gemeinden, Rudi Seidenader (Neukirchen) und Johann Gstettenbauer (Windberg), nichts auszusetzen. „Eine Musterbeispiel für die Zusammenarbeit ist der Spatenstich zum Breitbandausbau vor Kurzem“, verdeutlichte Seidenader. „Das Landratsamt hat die Federführung übernommen und ohne diese gute Zusammenarbeit wären wir jetzt nicht soweit. Für die einzelnen Gemeinden wäre das nicht zu leisten gewesen.“ Als besonders lobenswert wurde dabei das Engagement der zuständigen Abteilungsleiterin am Landratsamt, Regierungsrätin Julia Wasmeier, hervorgehoben.

Eines der Hauptthemen des Gemeindebesuchs war die angedachte künftige Digitalisierung des Bauamtes. Eine Abstimmung mit den Kommunen hinsichtlich der Kompatibilität der eingesetzten Hard- und Software solle hier erfolgen, so Hans Pollmann, Geschäftsleiter der VG Hunderdorf. „Wir stehen ganz am Anfang der digitalen Offensive“, machte Oberregierungsrätin Petra Harant deutlich. Der Landkreis sei zwar in zwei Pilotprojekten mit dabei, aber es werde sicherlich noch einige Zeit dauern, bis diese Projekte so richtig anlaufen. „Eine exakte zeitliche Prognose ist nicht möglich, da auch noch Gesetzesänderungen folgen können“, so Harant. Über eines müsse man sich aber auch klar sein, ergänzte Landrat Josef Laumer: „Wir forcieren die Digitalisierung, aber zu Beginn wird das sicher Mehrarbeit bedeuten und erst längerfristig stellen sich dann die Erleichterungen für alle ein.“  Auch der Vorschlag von Hans Pollmann, neben der Bürgermeisterdienstbesprechung auch ein jährliches Geschäftsleitertreffen als Workshop im Landratsamt durchzuführen, fand offene Ohren. „Damit können wir gerne im kommenden Jahr mit Themen wie Digitalisierung, Umsatzbesteuerung und Datenschutz beginnen“, versprach Landrat Laumer.

Bei Problemen, die in den Gemeinden auftauchen, sprach Bürgermeister Seidenader Wohnung und Unterkünfte für Menschen ohne Obdach an. „In Gemeinden unserer Größe können wir das nicht leisten. Das ist ein Riesenproblem für die Kommunen.“ Als bekannt schwieriges Problem bezeichnete Oberregierungsrätin Stephanie Aumer den Sachverhalt. „Eine Möglichkeit wäre eine interkommunale Zusammenarbeit in dieser Sache.“ Dass jene interkommunale Zusammenarbeit in der VG Hunderdorf bei anderen Leistungen bereits funktioniert, machte Bürgermeister Gstettenbauer an praktischen Beispielen deutlich. „Wir leben und praktizieren das gerade auch bei der Anschaffung von Gerätschaften.“ Mit Beiträgen zum Städtebau und gemeindlichen Entwicklungen und dem Biomasse-Heizwerk in Windberg endete der Themenaustausch, an dessen Ende Hans Pollmann resümierte: „Ich kann wirklich – abteilungsübergreifend – sagen: Wir werden vom Landratsamt immer zeitnah, gut und lösungsorientiert beraten.“

Foto: Gemeindebesuch in Hunderdorf: Oberregierungsrätin Petra Harant, Oberregierungsrätin Stephanie Aumer, der VG-Vorsitzende Hans Hornberger und Regierungsrätin Julia Wasmeier (sitzend von links) mit dem Stellvertretenden Geschäftsleiter der VG, Mario Ehrnböck, dem Geschäftsleiter der VG, Hans Pollmann, dem Wirtschaftsreferenten des Landkreises, Martin Köck, Landrat Josef Laumer und den Bürgermeistern der Gemeinden Windberg und Neukirchen, Johann Gstettenbauer und Rudolf Seidenader (stehend von links).

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