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"Eine Verbesserung der Attraktivität des ÖPNV-Angebotes"

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21.03.2019 Vertragsunterzeichnung zur RVV-Verbundraumausweitung auf Stadt Straubing und Landkreis Straubing-Bogen

Zum 1. April 2019 wachsen die Stadt Straubing, der Landkreis Straubing-Bogen und der Regensburger Verkehrsverbund zusammen: Berufspendler wie auch Fahrgäste, die gelegentlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können ab diesem Zeitpunkt mit einem Ticket rund 100 Bus- und sechs Bahnlinien im RVV-Gebiet nutzen.

Neu: Auf diesen Strecken können Sie ab dem 1. April 2019 mit einem RVV-Ticket fahren.

Auf der Bahnstrecke von Straßkirchen und Straubing nach Regensburg, die vom Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis bedient wird, können Reisende ab dem 1.4.2019 nun auch den RVV-Tarif nutzen. RVV-Tickets gelten in Verbindung mit einer Bahnfahrt auch in den Straubinger Stadtbussen sowie in allen VSL-Linien innerhalb der Stadt Straubing. Lediglich für Zugfahrten im Binnenverkehr zwischen Radldorf und Straßkirchen (z. B. Fahrten von Radldorf oder Straßkirchen nach Straubing) gelten weiterhin ausschließlich die Tarife von agilis und der Deutschen Bahn.

Auch auf den Buslinien VSL 4 und VSL 25 gilt bei Fahrten über Wörth a.d. Donau bzw. Schönach hinaus ab dem 1. April 2019 der RVV-Tarif. Nur Fahrten im Binnenverkehr zwischen Straubing und Wörth a.d. Donau (VSL 4) bzw. Schönach (VSL 25) sind davon ausgenommen. Für sie gilt auch weiterhin der VSL-Tarif.

„Dem Wunsch der Stadt Straubing und des Landkreises Straubing-Bogen entsprechend, ist es nach engagierten Verhandlungen und intensiven Gesprächen zwischen Stadt, Landkreis, agilis und RVV gelungen, die Verbunderweiterung auf der Schiene auf den Weg zu bringen. Zwei VSL-Regionalbuslinien und der Stadtverkehr Straubing konnten ebenfalls in den RVV integriert werden“, so Landrätin Tanja Schweiger, stv. Aufsichtsratsvorsitzende des RVV.

Die politischen Entscheider in Stadt und Landkreis sowie die Führung des Eisenbahnverkehrsunternehmens agilis sehen die Erweiterung des RVV-Gebietes als Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger in Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen sowie in Stadt und Landkreis Regensburg vermehrt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen:

„Ich freue mich sehr, dass Stadt und Landkreis nach intensiver Vorarbeit zu einer gemeinsamen Entscheidung gekommen sind. Das ist ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung und bringt mit einem einfacheren System und günstigen Tarifen in mehrfacher Hinsicht ein deutlich verbessertes Angebot für alle Nutzer“, so Oberbürgermeister Markus Pannermayr.

Landrat Josef Laumer ergänzt: „Wir setzen mit der Verbundraumausweitung einen Wunsch eines Großteils unserer Bevölkerung um und erreichen damit eine Verbesserung der Attraktivität des ÖPNV-Angebotes. Durch eine Vereinfachung des Tarifangebots wird der Umstieg auf Bus und Bahn deutlich interessanter.“

„Die Erweiterung des RVV in Richtung Straubing ist ein Bekenntnis der Region für einen attraktiven Nahverkehr. Wir als agilis bringen uns zum Wohle unserer Fahrgäste hier gerne mit ein. Wir möchten uns an dieser Stelle für die konstruktive und zügige Abstimmung mit der Verbundgesellschaft bedanken“, sagt Bastian Goßner, Prokurist und Leiter Vertrieb/Marketing bei agilis.

Zwei neue Ticket-Vorverkaufsstellen in Straubing

Anlässlich der Erweiterung des Verbundgebietes wurde im Bahnhof Straubing in Kooperation mit der Deutschen Bahn ein neuer RVV-Schalter eingerichtet. Im Kundenzentrum der Stadtwerke Straubing in der Heerstraße sind ebenfalls RVV-Tickets erhältlich. Für Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, ist es wichtig, dass der Verkehrsverbund auch in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen Kundennähe zeigt: „Dank der engen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Straubing und dem Vertriebsservice Ostbayern konnte der RVV zwei kompetente und erfahrene Vertriebspartner in Straubing gewinnen. Dadurch kann der RVV im erweiterten Verbundgebiet nicht nur Handy-Tickets über die RVV-App anbieten, sondern auch den Ticketkauf am Schalter mit persönlicher Beratung ermöglichen.“

An den Bahnhöfen in Radldorf, Straßkirchen und Straubing sind RVV-Tickets zudem an den DB-Automaten erhältlich. Die RVV-Geschäftsführung ist sich einig, dass der Zugang zum ÖPNV insbesondere für Neukunden möglichst einfach sein muss: „Dies gelingt einerseits durch digitale Angebote wie die RVV-App, die eine komfortable Fahrplan- und Verbindungsauskunft von Tür zu Tür inklusive der Fußwege zur nächstgelegenen Haltestelle bietet. Bürgerinnen und Bürger aus Radldorf, Straßkirchen und Straubing erhalten aber auch wohnortnah Informationen zu Fahrplänen und Tarifen und können in der Nähe Tickets kaufen, in einer Vorverkaufsstelle, am Automaten oder in den Bussen der VSL-Linien 4 und 25.“

Passende Ticket-Angebote für Viel- und Gelegenheitsfahrer

Neben den Monats-Tickets im Abonnement bietet der RVV in Kooperation mit Arbeitgebern aus der Region das besonders günstige JOBTICKET Plus. Job-Tickets sind nicht übertragbare Tickets für Berufspendler, die im Vergleich zum Jahres-Abo nochmals vergünstigt sind: Der Arbeitgeber beteiligt sich mit einem Mindestzuschuss von 10 Euro pro Monat. Arbeitnehmer aus Straubing pendeln mit dem JOBTICKET Plus zum Beispiel für monatlich 135 Euro nach Regensburg und zurück. Am Abend sowie am Wochenende gelten dazu großzügige Mitnahmemöglichkeiten für bis zu vier Personen, die gratis mitfahren können.

Das RVV-Tages-Ticket ist meist die beste Wahl für Tagestouren in der Region. Es gilt für beliebig viele Fahrten von Mo-Fr ab 9 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztags: Zwei Erwachsene aus Regensburg fahren mit dem Tages-Ticket 2 zum Beispiel für 12,70 Euro nach Straubing und wieder zurück, inklusive der Nutzung der Stadtbusse am Wohnort und in Straubing. Eigene Kinder und Enkel fahren dabei bis zum 15. Geburtstag kostenlos mit.

Kategorien: Landratsamt, Verkehr, Social Media