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Josef-Schlicht-Medaille 2018 geht an Willi Goetz und den Verein "Eiskeller Haindling e.V."

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11.12.2018

Die Josef-Schlicht-Medaille des Landkreises Straubing-Bogen wurde am Montag in einem kleinen Festakt im Anschluss an die Sitzung des Kreistages an Schulamtsdirektor i.R. Willi Goetz und den Verein „Eiskeller Haindling e.V.“ übergeben.

Die Josef-Schlicht-Medaille wird seit 1977 vergeben und geht auf die Initiative von Ernst Hinsken, Wolfang Folger und Gerhard Schormann im Jahr 1972 zurück, die damit beim damaligen Landrat Xaver Hafner auf offene Ohren stießen. Als Voraussetzung für die Verleihung wurde per Satzung festgelegt, dass sich die auszuzeichnende Person oder Gruppe durch hervorragende Leistungen um Heimat, Kultur, Geschichte und Brauchtum des Landkreises verdient gemacht hat und dass die betreffende Person allgemeines Ansehen genießt. Die Medaille wird seit jeher von der Sparkasse gestiftet, aktuell von der Sparkasse Niederbayern-Mitte. Laut Satzung kann die Medaille an bis zu drei Persönlichkeiten jährlich, jedoch höchstens an 20 lebende Persönlichkeiten insgesamt verliehen werden. Über die Verleihung entscheidet der Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Kreisräte. Aktuell gibt es vor den Auszeichnungen 2018 noch zwölf lebende Preisträger.

Willi Goetz ist bekannt als Autor vieler kulturhistorischer Publikationen und begeistert bis heute auch mit lebendigen Vorträgen und Führungen. Für die Kirchen in Straßkirchen und Ascha erstellte er beispielsweise einen speziellen Kirchenführer für Kinder. 1990 rief er als Initiator das Schulmuseum in Straßkirchen ins Leben und wurde 2014 mit der Goldenen Bürgermedaille seiner Heimatgemeinde Straßkirchen ausgezeichnet. „Ihr ehrenamtlicher Einsatz geht weit über das normale Maß hinaus. Die Gemeinde Straßkirchen kann sich glücklich schätzen, Menschen mit Ihrer Haltung in Ihren Reihen zu haben“, so Landrat Josef Laumer. Die Laudatio hielt mit Herbert Schedlbauer ein ehemaliger Kollege und enger Freund des Preisträgers.

Der „Eiskeller Haindling e.V.“ ist er erste Verein dem die Auszeichnung zu Teil wurde. Der „Eiskeller-Verein“ wurde 2004 gegründet und umfasst aktuell ca. 60 Mitglieder. Er stellt sich der Aufgaben der Förderung der Heimatpflege und des traditionellen Brauchtums, der Nutzung von bestehenden Gebäuden als Begegnungsstätte, der Unterstützung von Projekten für nachhaltige Entwicklung und eine gerechte Globalisierung und der Organisation von kulturellen Veranstaltungen. Stellvertretend nahm die Vorsitzende, Christine Reitinger, die Auszeichnung entgegen. „Die Stärkung des Zusammenhalts und die Etablierung der Kultur auf dem Dorf ist das oberste Ziel der Mitglieder“, betonte Landrat Laumer. Daniel Lochner und Alois Hauner hielten die Laudatio.

Der Festakt wurde musikalisch umrahmt von der Kreismusikschule um Leiter Andreas Friedländer und drei jungen Nachwuchs-Musikerinnen.

Fotos: Christine Reitinger bzw. Willi Goetz erhalten die Auszeichnung aus den Händen von Landrat Josef Laumer.

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