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Rund 420 Tests und eine sehr disziplinierte Bevölkerung

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27.03.2020 Fazit nach der ersten Woche der Corona-Teststation

Rund 420 Tests seit Montag und eine sehr disziplinierte Bevölkerung – nach der ersten Woche fällt das Fazit der Corona-Teststation von Stadt und Landkreis am Hagen in Straubing positiv aus. Lediglich die lange Dauer bis zum Eintreffen der Ergebnisse trübt derzeit etwas das Gesamtbild.

Nur sehr vereinzelt mussten Personen abgewiesen werden, weil sie ohne konkreten Termin zur Teststation gekommen waren. Das gute Zusammenspiel mit Feuerwehr und Polizei machte sich an der Kontrolle bei der Einfahrt bezahlt. „Wir haben natürlich von den Erkenntnissen und Erfahrungen von anderen Teststationen profitiert“, sagt Dr. Thomas Lang vom Gesundheitsamt Straubing/Straubing-Bogen. „Das weitläufige Gelände am Hagen ist zudem ideal, weil man entsprechend großflächig absperren kann.“

Gleich zu Wochenbeginn am Montag hat man absichtlich mit einer kleineren Zahl an Testungen begonnen. „Wir haben zwar am Sonntag einen Testlauf durchgeführt, trotzdem wollten wir  für den scharfen Betrieb nicht gleich an die Kapazitätsgrenzen gehen“, erläutert Dr. Lang. Peu a peu wurde dann die Anzahl gesteigert. Interessant: gleich zu Beginn der Woche war die telefonische Nachfrage am Anmeldetelefon am höchsten und sank dann. Die Tests freilich sind ein wichtiger Faktor bei der Eindämmung der Pandemie. „Das Erkennen und Isolieren der Erkrankten und der unmittelbaren Kontaktpersonen ist essenziell. Nur dann greifen auch die Maßnahmen“, weiß Dr. Lang.

Problematisch bleiben aber die Kapazitäten in den Laboren und der Materialien. So wartete man am Freitagnachmittag immer noch auf die ersten Testergebnisse aus dem Labor  – auch weil Reagenzien derzeit knapp sind. Natürlich haben wir Verständnis, dass jeder so schnell wie möglich sein Testergebnis erfahren will. Gleichzeitig bitten wir dringend darum, von telefonischen Nachfragen nach Testergebnissen abzusehen. Damit entlasten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefons und des Anmeldetelefons „Natürlich haben wir Verständnis, dass jeder so schnell wie möglich sein Testergebnis erfahren will. Gleichzeitig bitten wir dringend darum, von telefonischen Nachfragen nach Testergebnissen am Bürgertelefon oder Anmeldetelefon abzusehen“, bittet Dr. Lang. Die Testpersonen werden kontaktiert, Landkreis, Stadt oder Gesundheitsamt haben auf die Bearbeitungsdauer keinen Einfluss. Aktuell laufen aber Bemühungen, die Laborkapazitäten zu erhöhen.

Einhergehend mit der Teststation wird, wenn die Ergebnisse eintreffen, auch ein Anstieg der Fallzahlen in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen in den nächsten Tagen sein. „Aber das ist ja eben auch gewollt, dass man mit den Tests ganz gezielt die Ausbreitung – gerade auch bei Risikogruppen – verhindern will“, erklärt Dr. Lang.

In den ersten Tagen am Montag und Dienstag stellte das BRK das medizinische Personal für den Abstrich, seit Mittwoch wird das Fachpersonal von den Zahnärzten gestellt. Die Zusammenarbeit aller Organisationen und Institutionen funktioniert. Und sogar Grund zum Schmunzeln hatte Dr. Lang inmitten des ganzen Stresses dieser Tage auch – ein kurzer Autodefekt legte nämlich eine der beiden Testspuren am Dienstag für 20 Minuten lahm. „Ein bisschen hat es sich gestaut, aber wir haben auch das hingekriegt“, lacht er.

Ab Montag geht es mit den Testungen weiter. Wie lange, das vermag heute noch niemand zu sagen. „So lange, wie es gebraucht wird“, sagt Dr. Lang – und fügt hinzu: „Und so lange, wie das Material reicht.“ In der kommenden Woche sollen die Testungen dann auch auf mehr als 500 gesteigert werden. „Wir hätten aktuell aber auch noch Kapazitäten für mehr Tests, wenn Bedarf und Nachfrage bestehen.“

Auch weiterhin gilt aber: Für die Teststation ist eine telefonische Voranmeldung unter 09421/973-332 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr bzw. von 13 bis 16 Uhr) nötig (bitte Versichertenkarte bei Anruf bereithalten). Es können sich Personen mit Symptomen, die Risikogruppen aufgrund bestehender Vorerkrankung oder Immunschwäche sind oder mit Risikogruppen arbeiten, wie zum Beispiel auch Kranken- und Altenpflegepersonal oder Rettungsdienstpersonal, oder mit Covid-19-Erkrankten Kontakt hatten, melden. Es wird dann am Telefon entschieden, ob eine Testung nötig ist. In diesem Fall erhält der Anrufer einen Code und eine Uhrzeit. Zu dieser Uhrzeit muss er sich dann bei der Teststation (Anfahrt über Westtangente) einfinden und an der Kontrollstelle einen DIN A4-Zettel mit Name, Code und Uhrzeit an das GESCHLOSSENE Autofenster halten. Nur dann erfolgt die weitere Zufahrt zur Station.

Foto: BRK Kreisverband Straubing-Bogen/Pammer

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