Kreishaushalt 2026 verabschiedet: Volumen von 150,5 Mio. Euro
Der Kreistag des Landkreises Straubing-Bogen hat am Freitag, 27. März, den Kreishaushalt für 2026 mit überwältigender Mehrheit (drei Gegenstimmen) verabschiedet. Der Haushaltsansatz liegt bei 150,5 Mio. Euro und damit leicht über dem Ansatz von 2025 (Vorjahr 149,7 Mio. Euro). Die Kreisumlage bleibt stabil bei 50 Prozentpunkten. Dank einer Schuldentilgung von 1,12 Mio. Euro soll der Schuldenstand im Jahr 2026 auf 5,563 Mio. Euro sinken.
„Auch der Haushalt 2026 steht unter dem allgemeinen Sparzwang“, betonte der scheidende Landrat Josef Laumer. „Wir investieren aber weiter und werden damit unserer Verantwortung gerecht. Unserer Verantwortung, für eine funktionierende Infrastruktur im Landkreis zu sorgen und unserer Verantwortung als Auftraggeber auch die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Genauso stellen wir auch im sozialen und kulturellen Bereich weiterhin Mittel im Rahmen der Möglichkeiten zur Verfügung.“ Landrat Laumer betonte aber auch die Effekte im Haushalt 2026, die nicht jedes Jahr zu erwarten sind – so zum Beispiel durch die staatliche Unterstützung für die Bezirke eine fast unveränderte Bezirksumlage, Einnahmen aus dem Verkauf einer Liegenschaft des Landkreises und eine Rücklagenentnahme.
Gleichzeitig machte Landrat Laumer auch deutlich, „dass ich für mich in Anspruch nehmen darf, dass ich ein finanziell gut bestelltes Haus hinterlasse. Wir sind noch handlungsfähig – auch wenn es immer schwieriger wird – weil wir in der Vergangenheit und auch in den letzten zwölf Jahren, gut, solide und vorsichtig gewirtschaftet haben. Das zahlt sich aus und ist die Grundlage und Basis für die Zukunft. Gleichzeitig haben wir uns aber nicht tot gespart, sondern die Infrastruktur in Stand gesetzt, modernisiert und dort investiert, wo wir es für sinnvoll und notwendig hielten.“
Bei den Ausgaben liegen Zuweisungen (wie z.B. Bezirksumlage etc.) an der Spitze, gefolgt von den Personalausgaben mit 33,9 Mio. Euro, die damit trotz Tarifsteigerungen fast unverändert zum Vorjahr sind. Im Hoch- und Tiefbau werden insgesamt knapp 8 Mio. Euro investiert. Die Kinder- Jugendhilfe steht bei einem Nettoaufwand des Landkreises von gut 11,8 Mio. Euro. Für die Kreiskliniken wird ein Defizitausgleich von 9,225 Mio. Euro fließen, zusätzlich ein Investitionszuschuss in Höhe von 250.000 Euro.
Der größte Posten bei den Einnahmen ist die Kreisumlage mit 78,2 Mio. Euro, gefolgt von den Zuweisungen (Schlüsselzuweisungen, Bedarfszuweisungen, Finanzzuweisungen, Kostenaufkommen, Grunderwerbssteuer) mit 31,3 Mio. Euro.