Neue Projekte und zahlreiche Möglichkeiten und Vorteile für Kommunen
Die Mitglieder der Vorstandschaft und der Geschäftsführung beim Gruppenfoto am Rande der Mitgliederversammlung im Großen Sitzungssaal.
Zahlreiche Informationen erhielten die Mitglieder des Landschaftspflegeverbandes Straubing-Bogen e.V. bei der Mitgliederversammlung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes am Dienstag.
So informierten Geschäftsführerin Julia Hagner, Stellvertretender Geschäftsführer Ambros Köppl und Julia Schnurrer (zuständig für Streuobst, A.ckerwert und Flächenaufwertung) über die Möglichkeiten und Vorteile für Kommunen. Eingegangen wurde dabei auf das Management von Ausgleichsflächen, die Heckenpflege, die Gewässer- und Grabenpflege und die Beratung & Umsetzungsbegleitung. „Wir bieten eine Vor-Ort-Beratung, bei Ausgleichsflächen eine Sicherstellung der fachlichen Umsetzung und bei der Heckenpflege eine Antragsstellung für Förderung nach KULAP“, so Julia Hagner.
Vorgestellt wurden auch die neuen Projekte A.ckerwert und Fondazione Capellino. A.ckerwert ist ein DVL-Projekt (Deutscher Verband für Landwirtschaftspflege), bei dem in der 3. Projektphase bis 2028 der LPV Straubing-Bogen als einer von sechs LPV in Bayern beteiligt ist. Es ist ein Angebot für Eigentümer/innen von landwirtschaftlichen Flächen ohne eigenen landwirtschaftlichen Betrieb als Verpächter. In einem moderierten Rahmen sollen so zwischen Pächter und Verpächter nachhaltige Lösungen zur Steigerung der biologischen Vielfalt entstehen, die einen Mehrwert für alle Beteiligten und auch die Natur bieten. „Das Projekt soll eine Motivation und Unterstützung zur gemeinsamen Maßnahmenentwicklung darstellen“, betonte Julia Schnurrer.
Um Renaturierungsmaßnahmen an der Großen Laber und im Donautal handelt es sich beim DVL-Projekt Fondazione Capellino, das durch eine gemeinnützige italienische Stiftung mit diesem Namen (Inhaber der Tiernahrungshersteller almo nature) finanziert wird. Nachdem die Bereiche Kelheim und Regensburg bereits involviert sind, soll das Projekt nun auch auf die LPV´s Landshut und Straubing-Bogen ausgeweitet werden. „Erste Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und dem Landesfischereiverband sind bereits erfolgt. Ziel ist der Erhalt und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume“, erläuterte Hagner die Hintergründe.
Zudem mussten die Mitglieder über Neufassungen der Satzung abstimmen, da diese in manchen Punkten veraltet war. Entsprechend einstimmig wurde die Neufassung auch angenommen.
Abschließend informierte Julia Hagner über die LNPR-Fördermittel. Im Rahmen der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien (LNPR) werden Maßnahmen durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. „Für 2026 ist ein ähnliches Budget wie 2025 zu erwarten“, sagte Hagner. Im vergangenen Jahr gab es bayernweit heftige Diskussionen, da die Fördermittel deutlich geringer wurden. So gab es 2025 ca. 46 Prozent weniger LNPR-Fördermittel als im Jahr zuvor für den LPV Straubing-Bogen. „Wir haben dies versucht durch andere Fördertöpfe und wirtschaftliche Arbeiten wie die Anlage von Ausgleichsflächen zu kompensieren.“ Nicht nur für diese Arbeit lobte Landrat und 1. Vorsitzender Josef Laumer das Team des LPV. „Es wird sehr viel gemacht und gute Arbeit geleistet, die sowohl der Natur und den Landschaftsräumen wie auch unseren Kommunen zu Gute kommt.“ Und er freute sich, „dass mittlerweile auch alle Gemeinden im Landkreis Mitglied im Landschaftspflegeverband sind.“ Entsprechend der Parität setzt sich die Vorstandschaft des LPV übrigens aus Vertretern von Politik, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen. So sind die Stellvertretenden Vorsitzenden mit Gerhard Stadler der BBV-Kreisobmann und mit Andreas Molz ein Vertreter des Bund Naturschutz in Bayern e.V.