Erstes Netzwerktreffen der regionalen Erzeuger und Direktvermarkter

05. März 2026: Breit gefächerte Warenpalette im Landkreis
Netzwerktreffen

Ein Teil der Netzwerkpartner beim Gruppenbild nach dem Treffen im Landratsamt

Wie können regionale Erzeuger aus dem Landkreis noch besser sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage befasst sich Martina Neumeier von der Kreisentwicklung am Landratsamt Straubing-Bogen intensiv und will gemeinsam mit den Erzeugern weitere Möglichkeiten und Intensivierungen der Direktvermarktung erörtern. Zu einem ersten Netzwerktreffen kamen daher rund 30 Erzeuger am Dienstag im Landratsamt zusammen.

Die Warenpalette, die im Landkreis erzeugt wird, ist breit gefächert. Neben den unterschiedlichsten Lebensmitteln (egal ob Getränke, Honig, Fisch, Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren etc.) sind es auch handwerkliche Produkte, zum Beispiel aus Keramik und Wolle. Im Vorfeld wurden bereits 188 regionale Erzeuger und Vermarkter aus dem Landkreis angeschrieben. 49 haben sich zurückgemeldet und bisher das Interesse an der Beteiligung am Netzwerk bekundet. „Wir halten aber den Kontakt und jeder kann, darf und soll sich auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch beteiligen“, so Martina Neumeier.

Die bisherigen Verkaufsstellen für Produkte sind breitgefächert: Der Verkauf ab Hof nimmt den breitesten Raum ein, aber auch Hofläden anderer Erzeuger, Hofautomaten, Märkte, Einzelhandel und Gaststätten spielen eine große Rolle. Noch untergeordnet ist laut Rückmeldung bisher der Online-Verkauf.

Erzeuger aus dem Landkreis sind bereits in unterschiedlichen Vermarktungsplattformen registriert. Dazu gehören Regionaltheke Regensburg (Landkreise Regensburg, Straubing-Bogen, Cham, Schwandorf und Stadt Regensburg), Hofladen-Info, Regionales-Bayern, Einkaufen auf dem Bauernhof und Regiothek. Da es bereits zahlreiche – auch gute - Plattformen gibt, war man sich beim ersten Netzwerktreffen einig, dass im ersten Schritt eine Liste der regionalen Erzeuger und Direktvermarkter auf der Homepage des Landkreises ausreichend ist. Zur Erfassung der entsprechenden Daten erfolgt noch einmal eine Abfrage. Auch eine gedruckte Broschüre ist dann ein weiterer Schritt. Als Ergebnis des Treffens hat sich bereits eine kleine Arbeitsgruppe zusammengefunden bzw. gegründet und für Ende Juni ist auch bereits eine Arbeitsgruppensitzung geplant.

„Weitere Maßnahme hängen auch davon ab, wie sich das Netzwerk entwickelt“, betonte Martina Neumeier. Ideen dafür gibt es: Zum Beispiel eine eigene Marke für die Produkte aus dem Landkreis Straubing-Bogen oder auch eine Erweiterung der Vermarktungsstellen. Anregungen kamen natürlich auch aus dem Kreis der Erzeuger: So gab es den Wunsch nach einer besseren Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Gemeinden oder die Forderung zum Einsatz regionaler Produkte bei örtlichen Behörden und Institutionen. Kritisiert wurde auch, dass der Landkreis touristisch zum Bayerischen Wald oder dem Bayerischen Thermenland gehört und auch entsprechend firmiert, was die Vermarktung des Gäubodens bzw. dessen Produkte erschwert.

„Genauso vielfältig wie unser Landkreis sind auch die Produkte und Erzeugnisse. Aus diesem Grund ist so ein Netzwerk notwendig, um sich gegenseitig auszutauschen, zu unterstützen und weiteren Nutzen daraus zu ziehen“, resümierte Landrat Josef Laumer.