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Ausgezeichnete Nachwuchsförderung

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06.02.2019 Nachwuchshandwerkertage erhalten Preis für gelungene Berufsorientierungsmaßnahmen

Diese Woche geht es wieder los. Vom 05. Februar bis zum 10. April kommen Schreiner, Maler, Elektriker und Anlagenmechaniker an 12 Mittelschulen und vier sonderpädagogische Schulen in Stadt und Landkreis. Aber sie sind nicht da, um das Schulhaus zu renovieren, sondern um den Schülerinnen und Schülern der sechsten Klassen ihre Handwerksberufe vorzustellen. An einem Schulvormittag bauen sie mit den Kindern einen „Kuss-Tester“, montieren eine kleine Wasserkreislauf-Anlage, schreinern einen Tablet-Halter aus Holz oder probieren verschiedene Maler-Techniken aus. Ihre fertigen Werkstücke dürfen die Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker anschließend mit nach Hause nehmen.

Die Nachwuchshandwerkertage finden dieses Jahr bereits zum vierten Mal in Stadt und Landkreis statt. Organisiert werden sie von der MINT-Region Straubing-Bogen in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald. Jedes Jahr sind rund 450 Kinder bei der Aktion mit dabei und dürfen bohren, schleifen, löten und malern.

Nun wurden die Nachwuchshandwerkertage mit dem „Preis für gelungene Berufsorientierungsmaßnahmen“ ausgezeichnet. Die Aktion konnte sich unter 88 eingereichten Bewerbungen durchsetzen. Der Preis wurde von der Bayerischen Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Handwerkstag, dem Bayerischen Industrie- und Handwerkskammertag und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft ausgelobt.

„Ich gratuliere der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald zu diesem Erfolg. Die Nachwuchshandwerkertage sind in der Region nun schon eine kleine Institution und ein wertvoller Beitrag zur Berufsorientierung an den Schulen.“ freut sich Landrat Josef Laumer. Oberbürgermeister Markus Pannermayr erläutert: „Das Handwerk ist eine wichtige Stütze unserer regionalen Wirtschaft. Wir wissen, dass die Handwerksbetriebe vor Ort dringend Nachwuchskräfte brauchen. Mit der Einrichtung des MINT-Managements haben wir eine Stelle geschaffen, die sich aktiv um das Thema Fachkräftesicherung in unserer Region kümmert. So können wir Initiativen wie die Nachwuchshandwerkertage gezielt unterstützen.“

Damit rund 450 Schülerinnen und Schüler an 20 Schulvormittagen Handwerk erleben können, braucht es viele engagierte Partner. „Ich möchte mich bei den vielen Akteuren bedanken, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre. Das sind die Innungen und Betriebe, die ihr Personal und das Material zur Verfügung stellen, die MINT-Managerin, Frau Carolin Riepl, die die Termine an den Schulen und die Öffentlichkeitsarbeit organisiert, und natürlich auch die Schulen, die den Handwerkern ihre Türen öffnen.“ betont der vorsitzende Kreishandwerksmeister Armin Stöckel. Die Innung für Elektro- und Informationstechnik, die Schreiner-Innung, die Maler- und Lackierer-Innung und die Innung für Spengler Sanitär- und Heizungstechnik in Straubing sind schon von Anfang an dabei. Im letzten Jahr hat sich zum ersten Mal auch die Bau-Innung beteiligt und dieses Jahr bieten zwei Unternehmen, die Vilsmeier GmbH aus Geiselhöring und Strama MPS, den Bereich Metall an.

Die Nachwuchshandwerkertage stehen ganz am Anfang der Berufsorientierung an den Mittelschulen. Für die Schülerinnen und Schüler steht hier erst einmal der Spaß am Ausprobieren und selber Bauen im Vordergrund. Sie können auf spielerische Weise ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben und dabei – vielleicht ganz neue – Talente und Interessen entdecken.

Für das Handwerk ist die Aktion ein wertvolles Instrument, um sich an den Mittelschulen und den Sonderpädagogischen Schulen als wichtiger Arbeitgeber in der Region zu präsentieren. So zeigen die Nachwuchshandwerkertage den Schülerinnen und Schülern berufliche Perspektiven auf und vermitteln ihnen schon früh, dass sie als Fachkräfte der Zukunft gebraucht werden.

Foto: Engagieren sich für die Nachwuchsförderung im Handwerk: vorne v.l. Johann Heinrich, Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Carolin Riepl, Armin Stöckel, Landrat Josef Laumer; 2. Reihe v. l. Erwin Reith, Klaus Kerscher, Paul Kanzlsperger, Roman Bayerl; hintere Reihe v. l. Andreas Meier, Heribert Ketterl, Christoph Moser, Ralf Lausser

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