„Verkehrsadern sind Lebensadern“
Vertreter von Politik, Verwaltung und beteiligten Baufirmen beim Termin zum Baubeginn an der Bayerbachbrücke in Laberweinting.
Mit einem Pressetermin wurde am Montag der Baubeginn des Ersatzneubaus der Bayerbachbrücke in Laberweinting auf der Kreisstraße SR 50 eingeläutet. Derzeit laufen die Vorarbeiten (zum Beispiel an den Versorgungsleitungen), ehe kommende Woche mit der eigentlichen Baumaßnahme begonnen wird.
„Aufgrund des schlechten Bauwerkzustandes und einer unzureichenden Tragfähigkeit von nicht mehr zeitgemäßen 30 Tonnen ist ein Ersatzbau des 1950 errichteten Brückenbauwerks erforderlich geworden“, erläuterte Landrat Tobias Beck. Tiefbauamtsleiter Markus Fischer ergänzte: „Viele der Brücken im Kreisstraßennetz wurden nach dem 2. Weltkrieg gebaut und kommen jetzt entsprechend in die Jahre. Unser Ziel, jedes Jahr eine Brücke zu sanieren, um in Zukunft in keinen Investitionsstau zu kommen, gelingt uns bisher.“
Das neue Brückenwerk wird eine Fahrbahnbreite von 6,00 Metern, eine Gehwegbreite von 2,50 Metern und eine Stützweite von 13,71 Metern haben sowie eine Tragfähigkeit von 90 Tonnen. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 783.000 Euro belaufen, an Zuwendungen erwartet man rund 300.000 Euro.
2023 wurde die Maßnahme in die mittelfristige Haushaltsplanung des Landkreises aufgenommen und in der Folge das Ingenieurbüro Sehlhoff mit der Planung beauftragt.
„Es freut mich, dass nach der Laaberbrücke zwischen Laberweinting und Grafentraubach nun auch dieses Vorhaben angegangen wird. Dafür bedanke ich mich beim Landkreis und den beteiligten Firmen“, betonte Laberweintings Bürgermeister Johann Grau, der mit Blick auf die Kreisumlage auch erwähnte, dass diese Infrastrukturmaßnahmen nur dadurch möglich seien. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier machte deutlich, „dass es Landkreis wie auch Freistaat wichtig ist, die Infrastruktur in einem guten Zustand zu halten.“ Dies zeige sich auch an den entsprechenden Förderungen. „Verkehrsadern sind Lebensadern und gerade Brücken sind ein wichtiges Thema“, so Zellmeier.
Die Vertreter der beteiligten Firmen, Ingenieurbüro Sehlhoff (Planung und Bauleitung) sowie Fahrner GmbH (Baufirma), bedankten sich für die bisher gute Zusammenarbeit und hoffen auf einen reibungslosen und unfallfreien Bauverlauf. Eine Besonderheit: Einst hatte der Opa des heutigen Bauleiters Leopold Fahrner die Brücke gebaut. Der aktuelle Bau wird voraussichtlich bis November dauern, auch eine Vollsperrung für den Verkehr wird nötig sein. Näheres dazu, wie auch zur Umleitung, wird dann gesondert bekannt gegeben.