Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

„Das Knowhow ist bei uns in der Region da“

Firmenchef Ludwig Stadler, Wirtschaftsförderer Martin Köck, Landrat Josef Laumer und Projektleiter Roland Steinkirchner (von rechts) gemeinsam mit einer Mitarbeiterin bei der Vorführung eines Roboters von UR bei der Firma Stadler in Bogen.
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25.06.2021 Beim Besuch von Landrat Josef Laumer bei der Firma Stadler in Bogen ging es auch um Bürokratie, Datenschutz und Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Bürokratie, Datenschutz, Ausschreibungen, Regularien, Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen – beim Besuch von Landrat Josef Laumer bei der Firma Stadler electric/automation/engineering in Bogen wurden kritische Themen nicht ausgeklammert, sondern offen über die Bedürfnisse und Wünsche mittelständischer Unternehmen gesprochen. Und es ging auch darum, was sich Unternehmen gerne vom Landratsamt und der Wirtschaftsförderung als Dienstleistungen erhoffen würden.

„Wir haben für diese Anliegen immer ein offenes Ohr. Und ich bitte, jederzeit mit uns und dem Wirtschaftsförderer in Verbindung zu treten“, betonte Landrat Josef Laumer. „Immer dann, wenn es möglich ist, setzen wir auch auf beschränkte Ausschreibungen. Aber es gibt in allen Bereichen Vorgaben, an die auch wir uns halten müssen.“ Einig war sich der Landrat dabei mit Firmeninhaber Ludwig Stadler und Projektleiter Roland Steinkirchner, dass das Ausmaß an Bürokratie und Überregulierung den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Vergleich in höchstem Maße hemmt und hier auf höchsten Ebenen ein Umdenken stattfinden muss.

„Generell sollte mehr auf kleinere Firmen geschaut werden“, forderte Steinkirchner. Bei Josef Laumer stieß er damit durchaus auf offene Ohren. „Ohne die kleineren Firmen wären wir insgesamt nicht so gut durch Corona gekommen“, bestätigte der Landrat. Als Mittelständler par excellence bezeichnete er daher die Firma Stadler mit ihren 36 Mitarbeiter/innen. Seit 1949 besteht das Unternehmen, 1981 hat es Ludwig Stadler nach dem Tod des Vaters übernommen. Mit der im vergangenen Jahr erhaltenen Zertifizierung als Integrator für Universal Robots, einem dänischen Roboterhersteller, hat die Firma für sich ein ganz neues und wichtiges Marktsegment geschaffen. UR liefert den Roboter, Stadler konfiguriert ihn dann mit einer eigenen Konstruktionsabteilung nach den Bedürfnissen des Endkunden. Der Flughafen München, wo man bei der Erweiterung des Termin 1 beteiligt ist, Wiges (Schöpfwerke für den Donauausbau) und die Stadtwerke Bogen (Wasserversorgung) sind Projekte von Stadler. „Diese zeigen, wie breit wir im Automatisierungsbereich aufgestellt sind“, betonte Ludwig Stadler. Zahlreiche namhafte Partner regional und überregional gehören ebenso zum Portfolio. Neben Europa liefert man auch nach Asien, Afrika und Nord- und Südamerika.

„Der Innovationsgeist und die Philosophie gefallen mir“, resümierte Josef Laumer am Ende seines Besuches. „Und man sieht einmal mehr: Das Knowhow ist bei uns in der Region da. Man muss es nur nutzen.“

Foto: Firmenchef Ludwig Stadler, Wirtschaftsförderer Martin Köck, Landrat Josef Laumer und Projektleiter Roland Steinkirchner (von rechts) gemeinsam mit einer Mitarbeiterin bei der Vorführung eines Roboters von UR bei der Firma Stadler in Bogen.

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