Ein Leuchtturm für die Region
Besuche bei Gemeinden, den Bürgermeistern und örtlichen Betrieben stehen derzeit regelmäßig auf dem Terminplan von Landrat Tobias Beck. Ein besonderer Termin war dabei jener vergangene Woche in Konzell.
„Es war mir schon wichtig, den bisher und aktuell größten Arbeitgeber im Landkreis zu besuchen. Das ist ein wahnsinnig wichtiges Unternehmen für die Region“, so Landrat Tobias Beck beim Besuch von Bischof+Klein. Bischof+Klein ist einer der führenden europäischen Komplettanbieter von Verpackungen und Produktschutz aus Kunststoff und Kunststoffverbünden. Der Hauptsitz des 1892 gegründeten Unternehmens befindet sich in Lengerich in Nordrhein-Westfalen, insgesamt sind in fünf Werken knapp 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort in Konzell, den es seit 1959 gibt, ist der Zweitgrößte mit ca. 730 bis 740 Mitarbeitenden. Wer und wo auch immer zum Beispiel Toilettenpapier, Taschentücher, Tiernahrung oder Kaffee kauft, kann davon ausgehen, dass ein Großteil der Verpackung aus dem Landkreis Straubing-Bogen aus Konzell stammt. „Wir bieten Lösungen für jeden Lebensbereich“, so Werkleiter Armin Kienberger. Dabei gilt es, stets mit der Zeit zu gehen – gerade im Verpackungsbereich eine große Herausforderung: Reduktion und Recycling sind beispielsweise Themen, die das Unternehmen frühzeitig proaktiv angegangen ist und womit man sich zukunftsfähig aufgestellt hat. Davon zeugen auch eine Vielzahl an Preisen im Verpackung-, Nachhaltigkeits- und Ausbildungsbereich.
Die aktuellen Themen, die Bischof+Klein beschäftigen, sind eher auf höherer politischer Ebene angesiedelt, wie die Unternehmensvertreter beim Besuch betonten. Vor Ort wurde zum Beispiel bei Genehmigungen kein übertriebenen Bürokratismus wahrgenommen. Eine Herausforderung sei aber auch der durch die Automatisierung stetig steigende Anspruch an neue Mitarbeiter.
Dies wurde Landrat Tobias Beck bei einer Führung durch die Räumlichkeiten dann auch an praktischen Beispielen verdeutlicht. „Ich bin tatsächlich das erste Mal hier und finde es wahnsinnig interessant und spannend wie hier gearbeitet wird. Da ist auch einiges Neue für mich dabei“, zeigte sich der Landrat von der Werksführung beeindruckt. Denn Bischof+Klein ist in Konzell und der Region ein Leuchtturm, wie auch Bürgermeister Hans Kienberger verdeutlichte: „Alleine rund 220 Mitarbeitende kommen aus Konzell, viele sind bereits in der dritten Generation beim Unternehmen. Aber es geht darüber hinaus: Handwerksbetriebe, die hier tätig sind, Catering, Hotels, die von Gästen aus dem Hauptsitz oder anderen Werken profitieren – das sind nur einige Beispiele für die Wertschöpfung, die über die Produktion hinaus hier geschieht.“