Nachweis von Blaualgen im Neuweiher Wiesenfelden, Falkenfelser Dorfweiher, Attinger Weiher Nr. 7 und Liebl Weiher Nr. 23

Website Meldung Landratsamt

Bei folgenden Weihern im Landkreis wurden bei Untersuchungen Blaualgen nachgewiesen: Neuweiher Wiesenfelden, Falkenfelser Dorfweiher, Attinger Weiher Nr. 7 und Liebl Weiher Nr. 23.

Nachkontrollen sowie Sichtprüfungen finden wiederholt in kürzeren Zeitabschnitten durch das Gesundheitsamt statt.

Wichtige Hinweise für Badegäste:

Das Wasser in freien Badegewässern ist nie keimfrei. Es kann auch Krankheitserreger in geringer Konzentration enthalten. Durch das Gesundheitsamt erfolgen Untersuchungen des Badewassers. Die Ergebnisse werden hier dargestellt.

Bitte beachten Sie:

Die Untersuchungen stellen immer nur eine Momentaufnahme dar. Beispielsweise kann es durch Tiere oder Wetterereignisse sehr kurzfristig zu Verschlechterungen der Wasserqualität kommen.

Auch sollte von den Badenden auf Trübungen des Wassers bzw. grüne oder rote Schlieren an der Wasseroberfläche geachtet werden. Diese können auf eine erhöhte Belastung von Blaualgen (Cyanobakterien) hinweisen, die vor allem nach anhaltend heißer und sonniger Witterung entstehen kann. Neben diesen freischwebenden (planktischen) Blaualgenarten, die die Sichttiefe durch Trübung des Gewässers stark einschränken, gibt es auch festsitzende (benthische) Blaualgenarten, die als Matten (Überzüge) auf dem Gewässergrund oder auf anderen Oberflächen wie z.B. Steinen wachsen („Bodenteppich“), das Gewässer an sich optisch aber nicht trüben. Diese festsitzenden Blaualgen kommen bevorzugt im flachen Wasser vor und sind in ihren „Matten/Teppichen“ hoch konzentriert. Sie bergen daher eine besondere Gefahr für Kleinkinder, da diese im Uferbereich im Sand wühlen bzw. Steine/Algenteppiche anfassen, in den Mund nehmen und somit große Mengen an Cyanobakterien aufnehmen.

Die Entwicklung einer erhöhten Blaualgenbelastung ist generell von vielen Faktoren abhängig und kann sich schnell entwickeln und auch wieder rasch zurückbilden.

Durch manche Arten von Blaualgen werden Giftstoffe, sogenannte Cyanobakterientoxine, gebildet. Diese können durch Verschlucken des Wassers aufgenommen werden und Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Besonders bei im Wasser spielenden Kindern und ungeübten Wassersportlern ist das Schlucken von Wasser fast unvermeidlich, wodurch die Gefahr steigt, größere Mengen an Cyanobakterien bzw. deren Toxin aufzunehmen. Zudem kann es auch zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen kommen.

Auch bei unauffälligem Befund einer Messung auf das Toxin von Blaualgen kann das Wasser innerhalb weniger Stunden eine gefährliche Konzentration des Giftstoffes enthalten. Dies hat verschiedene Ursachen. Zum Beispiel halten Cyanobakterien einen Großteil ihrer Gifte (Cyanotoxine) im Zellinneren. Wenn eine Algenblüte plötzlich zusammenbricht und die Bakterien absterben, platzen die Zellen auf. Dadurch wird eine sehr hohe Toxinkonzentration im Wasser schlagartig freigesetzt, selbst wenn das Wasser optisch wieder klarer erscheint

Auch sollte beachtet werden, dass bei trübem Wasser Rettungsmaßnahmen stark erschwert sind. Bei unzureichender Sichttiefe wird deshalb grundsätzlich vom Baden abgeraten.

Durch Beachtung folgernder Regeln können Sie sich vor Cyanobakterien und den damit möglicherweise verbundenen Gesundheitsrisiken schützen:

  • Warnhinweise und Verbote beachten!
  • In Bereichen mit grünlich oder rot trübem Wasser bzw. bei Vorkommen einer auf der Oberfläche schwimmenden grünen oder roten Schicht (Schlieren): Hautkontakt vermeiden, nicht ins Wasser gehen, kein Wasser schlucken!
  • Selbst prüfen: langsam knietief ins Wasser laufen, ohne das Sediment aufzuwirbeln: wenn die Füße nicht zu sehen sind, nicht baden!
     

Hunde sind gegenüber Cyanobakterientoxinen sehr empfindlich und werden vermutlich durch den erdigen Geruch der Cyanobakterien angelockt. Beim Trinken oder Baden in belasteten Gewässern reichen bei Hunden bereits geringe Toxinmengen aus, um bereits nach ca. 30 min Vergiftungssymptome wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, und Atemnot hervorzurufen und bis innerhalb weniger Stunden zum Tod zu führen. Es wird daher dringend geraten, Hunde von mit Cyanobakterien belasteten Gewässern fern zu halten.