Erfahrungen teilen, Kompetenzen zusammenführen und bestehende Angebote aufeinander abstimmen

03. August 2026: 1. Gesundheits- und Präventionskonferenz des Gesundheitsamtes und der Gesundheitsregion plus
Gesundheits- und Präventionskonferenz

Die Ehrengäste und Referentinnen und Referenten beim Gruppenfoto vor dem Sitzungssaal

Wie wichtig die Themen Gesundheit und Prävention sind, wurde im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes deutlich. Zur 1. Gesundheits- und Präventionskonferenz, zu der das Gesundheitsamt Straubing geladen hatte, waren nämlich nicht nur Landrat Tobias Beck und Oberbürgermeister Markus Pannermayr erschienen, sondern auch rund 35 hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Fachbereichen.

„Das unterstreicht auch eindrucksvoll die große Bedeutung, die Gesundheitsförderung und Prävention in unserer Region haben“, betonte Landrat Tobias Beck in seinem Grußwort. Und Oberbürgermeister Markus Pannermayr ergänzte: „Mit der Gesundheitsregion plus Straubing - Stadt und Land wachsen Stadt und Landkreis auch im Gesundheitsbereich noch enger zusammen.“ Die Gesundheitsregionen müssen nämlich nun gemäß den Vorgaben bei einem Gesundheitsamt angesiedelt sein. So hat sich seit 1.1.2026 auch die Struktur der bisherigen Gesundheitsregion verändert. Angesiedelt beim Gesundheitsamt Straubing (zuständig für Stadt und Landkreis) ist der neue Name nun Gesundheitsregion plus Straubing – Stadt und Land mit einer Zuständigkeit analog zum Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis. Auch die Geschäftsstellenleitung ist mit Simone Schaller neu. Diese stellte die Gesundheitsregion und die bisherigen wie auch künftig geplanten Projekte vor. „Die Gesundheitsregion plus bietet die Chance, Kräfte zu bündeln, vorhandene Strukturen weiterzuentwickeln und Gesundheitsangebote für die Bürgerinnen und Bürger noch besser zugänglich zu machen und dabei auf den bereits bewährten Projekten aufzubauen“, so Schaller. Gemeinsam mit Christina Drexler (Sozialpädagogin am Gesundheitsamt und Geschäftsführerin der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft) war sie für die Organisation und Durchführung der Gesundheits- und Präventionskonferenz verantwortlich.

Drexler stellte dabei auch den neuen Masterplan Prävention der Bayerischen Staatsregierung vor und konnte erfreulicherweise konstatieren: „Nahezu alle Themen, welcher der Masterplan nun in zehn gesundheitlichen Zielen zusammengefasst hat, werden vom Sozialpädagogischen Fachdienst bereits seit Jahren aufgegriffen. Es gab in der Vergangenheit schon viele Veranstaltungen und Projekte zur psychischen und körperlichen Gesundheit für Fachkräfte und die Bevölkerung. Ziel ist es das Netzwerk weiter zu stärken, bewährte Angebote weiterzuentwickeln, Bedarfe aufzuzeigen und damit die Lebensqualität aller zu verbessern.“ Der Fachdienst ist auch sehr froh über die enge Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregion, womit man einen starken Partner gewonnen hat.

Die neue Gesundheitsregion und der neue Masterplan waren auch die Gründe für die Veranstaltung. Denn das Konzept der Staatsregierung sieht eine Vorstellung des Masterplans in jeder Region mittels einer solchen Präventionskonferenz vor und die Gesundheitsregionen sind zudem aufgerufen, jährlich zu einer Gesundheitskonferenz in ihrem Tätigkeitsbereich einzuladen. Dass dazu Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Soziales, Verwaltung, Bildung, Kliniken, Krankenkassen gekommen sind, freute auch Dr. Thomas Lang, Leiter des Gesundheitsamtes Straubing: „Entscheidend ist, dass wir unsere Erfahrungen teilen, unsere Kompetenzen zusammenführen und bestehende Angebote aufeinander abstimmen. Dafür bietet die Gesundheitskonferenz den passenden Rahmen: Sie schafft Raum für den fachlichen Austausch, stärkt die Vernetzung über verschiedene Bereiche hinweg und gibt wichtige Impulse für die Zusammenarbeit in der Region.“ Die Vernetzung konnte dabei auch bei einem entsprechenden Get Together und einer Netzwerkpause gestärkt werden.

In weiteren Fachvorträgen gaben Thomas Schindlbeck (Klimaschutzmanager der Stadt Straubing) und Ernest Fischmann (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Gesundheitsamt) Einblicke. Schindlbeck stellte dabei den Hitzeaktionsplan der Stadt Straubing vor, der mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat. Und Fischmann sprach unter dem Motto „Miteinander statt übereinander reden“ über das Potenzial des Trialogs in der Prävention. Entsprechende Trialog-Veranstaltungen, z.B. zu den Themen Sucht oder Demenz, wurden in der Region bereits sehr erfolgreich in der Vergangenheit durchgeführt.