Jagdrecht im Wandel

05. August 2026: Kreisgruppen und Behörde diskutieren über neue Vorschriften und bekannte Probleme
Jagdverband

Die Teilnehmer am Rande des Gesprächs vor dem Landratsamt.

Zu einem Meinungsaustausch und zur gemeinsamen Abstimmung haben sich die drei Vorsitzenden der BJV-Kreisgruppen (Bayerischer Jagdverband) im Landkreis Straubing-Bogen, Arthur Bauer (KG Mallersdorf), Markus Landsmann (KG Straubing) und Simon Haimerl (KG Bogen), am Landratsamt Straubing-Bogen mit den Vertretern der Unteren Jagdbehörde getroffen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die seit dem 1. April 2026 geltende Änderung des Bayerischen Jagdgesetzes. Diese ermöglicht unter anderem Jagdgenossenschaften und Eigentümern von Eigenjagden per Beschluss die Abkehr von der behördlichen Abschussplanung bei Rehwild. Die Bewirtschaftung des Rehwildes liegt bei Anwendung der Option damit künftig in der Eigenverantwortung der lokalen Jäger und Grundstücksbesitzer. Da hierzu noch Erfahrungswerte fehlen, setzen die Beteiligten auf verstärkte Aufklärungsarbeit. So sollen unter anderem die jährlichen Hegeschauen genutzt werden, um Chancen, Risiken und erste Praxisberichte aus den Revieren analysieren zu können.

Auch Landrat Tobias Beck nahm an der Runde teil, um die Vorsitzenden zu begrüßen. Er informierte sich über aktuelle Themen wie zum Beispiel den im Rahmen von Ausnahmegenehmigungen möglichen Biberabschuss im Landkreis. Als Landtagsabgeordneter war Beck direkt an der Gesetzesänderung beteiligt und kennt die Hintergründe der Reform. Abgerundet wurde das Treffen durch Gespräche über den Umgang mit Saatkrähen, Rabenkrähen und Wildgänsen, die praktische Umsetzung der digitalen Streckenliste, die Abwicklung des Abrechnungs- und Auszahlungsverfahrens der Aufwandsentschädigung zur Reduktion der Wildschweindichte, sowie die Abstimmung anstehender Termine.