Kommunale Verdienstmedaille in Silber für Barbara Unger, Heinz Uekermann und Erwin Kammermeier

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Gruppenfoto aller Geehrten

Große Anerkennung für besonderes Engagement: Innenminister Joachim Herrmann hat am 16. September 2026 in Nürnberg 35 Persönlichkeiten aus vier bayerischen Regierungsbezirken mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber geehrt. Darunter waren mit Barbara Unger, Heinz Uekermann und Erwin Kammermeier auch drei Persönlichkeiten aus dem Landkreis Straubing-Bogen.

Barbara Ungers Eintritt in den Gemeinderat Feldkirchen 1990 markiert den Beginn einer beeindruckenden kommunalpolitischen Laufbahn, die durch Kontinuität, fachliche Kompetenz und Tatkraft gekennzeichnet ist. 1996 übernahm Barbara Unger als dritte Bürgermeisterin Verantwortung. Zur Ersten Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde wurde sie 2008 gewählt und war damit die erste Frau, die dieses Amt im Landkreis innehatte. In dieser Funktion hat sie mit einer Vielzahl wegweisender Projekte die Lebensqualität und die Entwicklung der Gemeinde vorangetrieben und verbessert. So wurden zahlreiche Bau- und Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt: der Ausbau der Abwasseranlagen, die vollständige Glasfaserversorgung, die Sanierung und Erweiterung des Rathauses sowie der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses stehen beispielhaft für ihren Anspruch, die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen. Auch die Neugestaltung der Ortsmitte und die Entwicklung eines Nahwärmenetzes setzten wichtige Impulse. Daneben lagen Barbara Unger auch besonders die Förderung von Kindern und Familien, Bildung und Integration am Herzen. Unter ihrer Verantwortung wurde der Kindergarten St. Martin zum Kinderhaus ausgebaut und die Grundschule zur offenen Ganztagsschule weiterentwickelt. Ebenso war es ihr wichtig, die örtlichen Vereine und das gute Miteinander in der Dorfgemeinschaft zu fördern. Mit ihrer aufgeschlossenen und ausgleichenden Art praktizierte sie in vorbildlicher Weise Bürgernähe. 

Ihre kommunalpolitische Erfahrung brachte Barbara Unger auch früh auf Landkreisebene ein. Seit 2002 gehört sie dem Kreistag des Landkreises Straubing-Bogen an und wirkt in zahlreichen Ausschüssen und Gremien an wichtigen Entscheidungen mit. Seit 2014 nimmt sie zudem als stellvertretende Landrätin besondere Verantwortung wahr. Auch hier verbindet sie Sachlichkeit und Entscheidungsfreude mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein für die Menschen in der Region.

Heinz Uekermann steht wie kaum ein anderer für jahrzehntelanges, verlässliches und verantwortungsbewusstes Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung. Seit 1984 gehörte er dem Kreistag Straubing-Bogen an und hat dessen Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte hinweg mitgestaltet. Früh übernahm er Verantwortung in zahlreichen Gremien. 

28 Jahre lang war er Fraktionsvorsitzender. Ob Krankenhäuser, Jugendhilfe, Bau, Umwelt, Soziales oder Nahverkehr – stets standen Fragen der Daseinsvorsorge und einer guten Entwicklung des Landkreises im Mittelpunkt seines Wirkens. Besonders prägend war seine langjährige Arbeit im Kreisausschuss sowie in verschiedenen Zweckverbänden und Aufsichtsräten. Über viele Jahre wirkte er in den Gremien des Hafens Straubing-Sand, der Kreiswohnungsbaugesellschaft und des BioCampus Straubing mit und brachte dabei seine Erfahrung und seinen Blick für tragfähige Lösungen ein. Ebenso wichtig waren ihm Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Als langjähriges Mitglied der Gremien der Volkshochschule und seit 2020 als deren Leiter sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats setzte er sich für ein vielfältiges Bildungsangebot und damit für die Teilhabe der Menschen in der Region ein. Seine kommunalpolitische Arbeit war dabei stets von großer Verlässlichkeit und dem Willen geprägt, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen.

Von 1990 bis 2023 war Heinz Uekermann Mitglied des Marktgemeinderats Mitterfels, davon 24 Jahre lang zweiter Bürgermeister. Er war über Jahrzehnte eine prominente Stimme und hat sich mit großer Sachkenntnis, Beharrlichkeit und einem ausgeprägten Gespür für die Anliegen der Menschen für seine Heimat eingesetzt. Ob bei der Weiterentwicklung des Freibads, in der Seniorenarbeit oder bei Fragen der Inklusion und Integration – stets war er ansprechbar, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Erwin Kammermeier hat das kommunale Leben in Geiselhöring und im Landkreis Straubing-Bogen mehr als vier Jahrzehnte lang in besonderer Weise mitgeprägt. Im Alter von nur 24 Jahren wurde er 1984 erstmalig in den Kreistag Straubing-Bogen gewählt und gehört diesem Gremium seitdem ununterbrochen an. Eine außergewöhnliche Kontinuität, die Ausdruck seiner tiefen Verwurzelung im kommunalen Gemeinwesen ist. Verantwortungsbewusst, bodenständig und mit einem ausgeprägten Gespür für tragfähige Lösungen übernahm er zahlreiche Mandate in wichtigen Ausschüssen und Gremien. Seine Erfahrung und seine Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, machen ihn zu einer geschätzten und verlässlichen Persönlichkeit der Kommunalpolitik. Ein besonderer Schwerpunkt seines langjährigen Wirkens liegt im Bereich des Sports. Bereits von 1990 bis 2002 und erneut seit 2015 ist Erwin Kammermeier als Sportbeauftragter des Landkreises tätig. Leidenschaftlich setzt er sich für den Breitensport, die Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen und die Anerkennung sportlicher Leistungen ein. Besonders hervorzuheben ist sein unermüdliches Engagement für die jährliche Sportlerehrung des Landkreises. 

Auch in seiner Heimatstadt Geiselhöring hat Erwin Kammermeier über Jahrzehnte hinweg wichtige Entwicklungen begleitet und mitgestaltet. Von 1990 bis 2020 gehörte er dem Stadtrat an, sechs Jahre lang übte er das Amt des zweiten Bürgermeisters aus. In dieser Funktion begleitete er zentrale Projekte wie den Neubau der Kindertagesstätte, Maßnahmen der Dorferneuerung in Haindling sowie die wirtschaftliche Weiterentwicklung des örtlichen Gewerbegebiets. Dabei wusste er stets durch seine vorbildliche Vermittlungsfähigkeit und Nahbarkeit zu überzeugen und das Gemeinsame über das Trennende zu stellen.

Bildnachweis: Bayerisches Innenministerium / Giulia Iannicelli