„Junge Menschen hier haben eine Perspektive“
Wie geht es dem Handwerk im Landkreis – und wie sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt allgemein aus? Um diese Fragen ging es bei den Gesprächen von Landrat Tobias Beck mit Vertreter/innen der Kreishandwerkerschaft und mit Peter Weindl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Deggendorf.
„Wir wollen uns einfach noch besser kennenlernen, uns vorstellen und die Strukturen präsentieren“, so Stefan Griesbeck, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Donauwald. 15 Innungen sind bei der Kreishandwerkerschaft organisiert. Die Elektroinnung ist mit 220 Betrieben die Größte, die Textilinnung mit 16 Betrieben die Kleinste. „Wir haben mittlerweile viele fusionierte Innungen, die einen großen geographischen Bereich abdecken. Das macht die Arbeit komplexer“, betonte Griesbeck. Erfreulich: Die Ausbildungszahlen im Handwerk steigen – sowohl in der Region, wie auch deutschlandweit (plus 6 Prozent). Vorsichtiger Optimismus ist im Handwerk also angesagt. Aber Andreas Heisinger, stellvertr. Kreishandwerksmeister und Obermeister der Metall-Innung Straubing-Deggendorf-Regen, sagt auch: „Wir haben höchsten Respekt vor dem, was kommt. Die Preisentwicklung in allen Bereichen wird zum Beispiel immer schwieriger.“
Am Austausch beteiligten sich auch Christof Moser (Kreishandwerksmeister und Obermeister der Schreiner-Innung Straubing) und Daniela Zorn (Obermeisterin Friseur-Innung). Dabei wurden auch spezifische Innungsthemen angesprochen. „In den letzten Jahren ist das Ansehen des Handwerks erfreulicherweise sehr stark gestiegen. Das liegt lokal auch an der Arbeit der Kreishandwerkerschaft und ihrer öffentlichkeitswirksamen Aktionen und ihrer Präsenz zum Beispiel an Schulen“, so Landrat Tobias Beck.
Passend dazu war Peter Weindl von der Agentur für Arbeit zu Gast im Landratsamt. „Ich will den Arbeitsmarkt allgemein kurz vorstellen“, so Weindl zu seinem Besuch. Und er hatte dabei positive Nachrichten: „Der Landkreis steht im bayernweiten Vergleich sehr gut da. Auch die Zahl der offenen Stellen und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sind stabil. Das liegt auch daran, dass im Landkreis der Mittelstand sehr stark ist.“
Das Fazit der Gespräche mit Agentur für Arbeit und Kreishandwerkerschaft dürfte Landrat Tobias Beck in jedem Fall gefallen: „Junge Menschen hier haben eine Perspektive.“ Etwas, das Beck sich auch für die Zukunft erhofft: „Denn Wirtschaft ist ein wichtiger und entscheidender Faktor, den wir auch in den nächsten Jahren stärken wollen.“