Der letzte Spatenstich für Landrat Josef Laumer

22. April 2026: Beginn des Kreisverkehrbaus an der Straßenkreuzung bei Rattiszell
Spatenstich Kreisverkehr

Vertreter von Politik, Verwaltung und beteiligten Firmen stehen auf einer Verkehrsinsel beim symbolischen Spatenstich am Knotenpunkt bei Rattiszell.

Es gibt in diesen Tagen viele „letzte Male“ für den scheidenden Landrat Josef Laumer. Am Dienstag, 21. April, stand nun sein letzter Spatenstich als amtierender Landrat an. Damit wurde der Beginn der Errichtung einer Kreisverkehrsanlage im Zuge der Straßenkreuzung SR 13/SR 68/St 2326 bei Rattiszell untermauert.

Der Umbau dieser Straßenkreuzung unweit der Auffahrt zur B 20 ist ein langer Wunsch der Bevölkerung. Entsprechende Anträge gab es auch von der Gemeinde Rattiszell (Bürgermeister Manfred Reiner) und Kreisrat Hans Kienberger, die beide auch des Öfteren als Rettungssanitäter zu Unfällen an der Stelle ausrücken mussten. „Die Unfallkommission hat dann im Dezember 2024 festgestellt, dass sich der Knotenpunkt tatsächlich zu einem offiziellen Unfallhäufungspunkt entwickelt hat. Daraufhin wurde von Bauausschuss und Kreistag beschlossen, die Kreuzung zu einer Kreisverkehrsanlage umzubauen“, erläuterte Landrat Josef Laumer. Entsprechend glücklich und zufrieden zeigten sich am Dienstag auch die beiden Bürgermeister der direkt daneben liegenden Gemeinden Rattiszell und Stallwang. „Ich freue mich, dass das nun realisiert wird. Gemeinsam sind wir alle froh, Rattiszeller wie Stallwanger“, so Max Dietl, 1. Bürgermeister in Stallwang. Und sein Rattiszeller Amtskollege Reiner ergänzte: „Die Freude und das Projekt sind gemeindeübergreifend. Mein Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen in Bauausschuss und Kreistag, die den Weg dafür freigemacht haben.“

Beim Spatenstich mit dabei waren auch das beauftragte Planungs- und Ingenieurbüro KEB GmbH aus Straubing, die bauausführende Firma STRABAG aus Straubing und das Staatliche Bauamt Passau. Denn die betroffenen Baulastträger (Freistaat Bayern und Landkreis Straubing-Bogen) kamen überein, dass der Landkreis den Kreuzungsumbau federführend im Rahmen einer Sonderbaulast durchführt. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Passau wurde abgeschlossen. „Im Drei-Jahres-Konto wurde zuletzt tatsächlich eine Unfallhäufigkeit festgestellt, deshalb hat auch unser Gremium die Notwendigkeit gesehen“, so Elke Heller vom Staatlichen Bauamt Passau, Servicestelle Deggendorf. Auch das Aufstellen eines Stoppschildes als Sofortmaßnahme sorgte nicht für eine dauerhafte Verbesserung.

Derzeit laufen noch die Vorarbeiten für die Baustelle, ab der zweiten Maiwoche soll dann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. In den unterschiedlichen Bauphasen werden auch immer wieder unterschiedliche Straßensperrungen nötig sein. „Wir sind dazu derzeit noch in der finalen Abstimmung wie die Umleitungen dann genau aussehen werden. Dazu werden wir auch noch an die betroffenen Gemeinden herantreten und diese informieren und dies dann natürlich auch rechtzeitig der Öffentlichkeit bekanntgeben“, so Julian Greindl, Stellvertretender Leiter der Tiefbauverwaltung.

Die Gesamtkosten betragen rund 1,15 Mio. Euro, Zuwendungen werden in Höhe von rund 0,9 Mio. Euro erwartet. Der Kreisverkehr soll einen Außendurchmesser von 40 Meter und einen Innendurchmesser von 26 Meter bei einer Fahrbahnbreite von 7 Meter haben.