Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbandes

06. August 2026: Schwieriges Jahr gemeistert, neuer Vorsitzender einstimmig gewählt
Verabschiedung Vorstand

Die neue Vorstandschaft mit den Verabschiedeten beim Gruppenfoto

Ein Jahr voller Herausforderungen liegt hinter dem Landschaftspflegeverband (LPV). Bei der Mitgliederversammlung vergangene Woche wurde deutlich, dass der Verband 2025 vor außergewöhnlichen Aufgaben stand: Ein zwischenzeitlicher Förderstopp und die weiterhin angespannte Förderkulisse machten das Geschäftsjahr zu einem der anspruchsvollsten in der Geschichte des Verbandes. Dennoch gelang es, die vielfältigen Aufgaben in der Landschaftspflege zuverlässig fortzusetzen und wichtige Projekte erfolgreich weiterzuführen.

Geschäftsführerin Julia Hagner blickte in ihrem Geschäftsbericht auf das vergangene Jahr zurück und stellte die zahlreichen Maßnahmen der Landschaftspflege, die umgesetzten Projekte sowie die Dienstleistungen des Verbandes vor. Dabei hob sie hervor, dass das große Engagement der Mitarbeitenden und der Projektpartner wesentlich dazu beigetragen habe, die schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich zu meistern. Gleichzeitig machte sie deutlich, „dass der LPV mit seiner Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhaltung der heimischen Natur- und Kulturlandschaft sowie der Artenvielfalt leistet.“

Nach der Entlastung der bisherigen Vorstandschaft stand die Neuwahl des 1. Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Die Mitglieder wählten den amtierenden Landrat Tobias Beck einstimmig an die Spitze des Landschaftspflegeverbands. Der neu gewählte Vorsitzende bedankte sich für das große Vertrauen. Er betonte die hohe Bedeutung des Landschaftspflegeverbands für Natur- und Artenschutz und als Vermittler für Landwirtschaft und Kommunen. „Gerade angesichts knapper werdender Fördermittel ist ein leistungsfähiger LPV wichtiger denn je. Ich freue mich, den erfolgreichen Weg des Verbandes nun aktiv mitgestalten zu dürfen.“

Im Anschluss verabschiedete die Versammlung den langjährigen Vorsitzenden Landrat a. D. Josef Laumer, der den Verband zwölf Jahre lang als 1. Vorsitzender erfolgreich geführt hat. Laumer zeigte sich in seinen Abschiedsworten stolz auf die Entwicklung des Landschaftspflegeverbands. „Der LPV hat sich in den vergangenen zwölf Jahren zu einem starken Partner für Kommunen, Landwirtschaft, Naturschutz und zahlreiche weitere Akteure entwickelt. Besonders freut es mich, dass die Arbeit des Verbandes einen nachhaltigen Beitrag zur Erhaltung unserer Heimat und ihrer einzigartigen Kulturlandschaft leistet.“

Weiter wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Jörg Kuhn als Vertreter des Bezirksfischereiverbandes Niederbayern und Anton Piermeier als Vertreter der Kommunen verabschiedet. Mit großem Dank wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden, Andreas Molz, ihr langjähriges Engagement und ihre Verdienste für den Verband gewürdigt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung beschlossen die Mitglieder den Haushalt für das kommende Geschäftsjahr. Außerdem informierte die Geschäftsführerin über die laufenden Projekte und die anstehenden Aufgaben des Verbandes. Neben der fachlichen Arbeit stehen derzeit auch organisatorische Herausforderungen an: So sucht der LPV nach neuen Büroräumen und bereitet die Umstellung seines Buchungs- und Verwaltungssystems vor.

Mit Blick in die Zukunft stellte Geschäftsführerin Hagner das geplante Biotopverbundprojekt entlang der Großen Laber vor. „Dank der Förderung durch die italienische Stiftung Fondazione Capellino kann der Landschaftspflegeverband ein bedeutendes Vorhaben zur Vernetzung wertvoller Lebensräume umsetzen und damit die biologische Vielfalt in der Region nachhaltig stärken“, betonte Hagner.

Zum Abschluss bot sie allen Kommunalvertretern an, den Landschaftspflegeverband in ihren Gemeinden vorzustellen, um gemeinsam Vorteile und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern.

Die Mitgliederversammlung machte deutlich: Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen blickt der Landschaftspflegeverband zuversichtlich in die Zukunft. Gemeinsam soll die erfolgreiche Arbeit für Natur, Landschaft und die Menschen in der Region fortgesetzt werden.