Ein Mammutprojekt mit positivem Ende
Es war ein Mammutprojekt – zehn Jahre, 1,8 Mio. Euro: Was der Förderverein Kirche Pürgl e.V. um den Vorsitzenden Alois Früchtl seit 2016 gestemmt hat, füllt im wahrsten Sinne des Wortes eine Kiste mit Aktenordnern. Nun schließt sich der Kreis: Die Restaurierung der Filialkirche Pauli Bekehrung in Pürgl ist abgeschlossen, das wertvolle Kleinod wurde erhalten, nun geht es um die finale Abrechnung und Dokumentation.
Die Verantwortlichen des Fördervereins um Alois Früchtl kamen deshalb ins Landratsamt, um Landrat Tobias Beck stellvertretend die gesamten Ordner der Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahme zu übergeben, die nun von Kreisbaumeister Anton Stauber entsprechend final an die zuständigen Stellen zur Schlussabrechnung und Dokumentation weitergeben werden. „Vor zehn Jahren waren wir zum Beginn des Projekts beim damaligen Landrat Josef Laumer zu Gast“, erinnerte sich Früchtl. „Und ich muss ehrlich sagen, wir sind damals etwas blauäugig an die Sache ran gegangen und wussten nicht so wirklich was auf uns zukommt. Das war vielleicht auch gut so, sonst hätten wir es gar nicht erst angefangen“, schmunzelt Früchtl.
Heute freilich lässt sich konstatieren, dass sich all der Aufwand gelohnt hat. Denn die Kirche, die als Kulturdenkmal mit überregionaler Bedeutung eingestuft ist, erstrahlt in neuem Glanz und wird für Hochzeiten, Taufen, Führungen gut frequentiert. Neben Spenden waren auch Zuschüsse aus (überregionalen) Fördermitteln ein maßgeblicher Faktor, dass die Maßnahme erfolgreich umgesetzt werden konnte. „Besonders möchten wir uns aber auch beim Landratsamt für die Unterstützung bedanken. Wir haben hier stets Hilfe erhalten, sei es von Anton Stauber und seinem Sachgebiet oder auch vom Vorzimmer, wenn es kurzfristig etwas zu klären gab“, betonte Früchtl.
Als besondere Ehre erhielt der Förderverein vergangene Woche auch die Bayerische Denkmalschutzmedaille, die in München übergeben wurde. „Das Pürgler Kircherl ist eine Perle in Barock und Rokoko und ich bedanke mich bei den engagierten Personen, die es möglich gemacht haben, dass so eine einmalige Kirche erhalten werden konnte“, so Landrat Tobias Beck.