6. Unternehmertag des Landkreises

17. August 2026: „Sie übernehmen jeden Tag Verantwortung“
Unternehmertag

Gruppenfoto der Teilnehmenden vor dem Landratsamt

Mehr als 100 Gäste waren am Freitag zum 6. Unternehmertag des Landkreises Straubing-Bogen in das Landratsamt gekommen. Als Schirmherr und Hauptredner fungierte der Stellvertretende Ministerpräsident und Bayerische Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger. Zu Gast war auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Den Ausklang fand der Tag im Gäubodenvolksfest bei interessanten Networking-Gesprächen. Immer wieder kam dabei das Thema – auch bei den Reden – auf Bürokratie und Vorschriften. Hubert Aiwanger versprach, die von den Unternehmerinnen und Unternehmern an ihn herangetragenen Themen, Wünsche und Anregungen nach München und Berlin weiterzugeben.

Robotik, Automatisierung, künstliche Intelligenz – dies seien die Zukunftsthemen, in denen Bayern und Deutschland viele Zukunftschancen habe und die angegangen werden müssten, betonte Aiwanger in seiner Rede. Dazu, so Aiwanger, müssten die Kosten runter. „Unsere Unternehmer wollen investieren und Arbeitsplätze schaffen. Aber dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Wir brauchen dringend günstigere Energie. Außerdem braucht unsere Wirtschaft eine Entbürokratisierungsoffensive. Gerade der Mittelstand darf nicht weiter mit Vorschriften belastet werden. Wir müssen hier den gesunden Mittelweg wiederfinden.“ Aiwanger blickte auch auf Themen wie die Energieversorgung oder das Handwerk, dass wieder mehr Zulauf bekomme. Ganz allgemein gab es für die Region Straubing-Bogen viel Lob vom Wirtschaftsminister: „Geringe Arbeitslosigkeit, reges Gründungsgeschehen, hohe Innovationskraft.“ Von 2016 bis 2025 hat der Freistaat Bayern die gewerbliche Wirtschaft im Landkreis Straubing-Bogen mit 35,8 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen von rund 240 Millionen Euro angestoßen.

Worte, die natürlich auch Landrat Beck erfreuten: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Ansiedlung von BMW im Landkreis, die Arbeitsplätze sichert. Aber wir haben einen vielfältigen Mix aus Industrie, Mittelstand, Handwerk, Dienstleistung, Tourismus und Landwirtschaft. Und dieses Zusammenspiel brauchen wir.“ Unternehmerinnen und Unternehmer seien die Stützen der wirtschaftlichen Fähigkeiten: „Sie übernehmen jeden Tag Verantwortung. Für ihre Unternehmen. Für die Mitarbeiterinne und Mitarbeiter. Und damit auch für die Entwicklung in unserer Region.“ Und deshalb betonte Beck auch: „Ich kann ihnen nicht versprechen, dass jeder Antrag genehmigt wird. Aber ich kann ihnen versprechen, dass wir uns mit ihren Vorhaben ernsthaft beschäftigen, früh miteinander reden und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Viel Applaus von den Unternehmerinnen und Unternehmern erntete Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer für seine Aussage, dass er in seinem Ministerium als Vorreiter eine Abteilung reduzierte. „Und es läuft auch mit sieben statt acht Abteilungen“, betonte Rainer, der zudem ein Plädoyer für den Abbau von Vorschriften und Bürokratie hielt, dabei aber auch um Geduld bat. „Das alles hat sich nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut. Und entsprechend braucht auch der Abbau seine Zeit.“

Den Abschluss bildete Dr. Sebastian Wilhelm von der TH Deggendorf mit einem Vortrag zum Thema KI. Bei einem beispielhaften, virtuellen Rundgang durch einen Betrieb machte er dabei auf sieben Stationen deutlich, was für jedes Unternehmen heute schon mit KI möglich ist.