Mehr Sicherheit für den Verkehr

02. September 2026: Neuer Kreisverkehr in Rattiszell offiziell eröffnet
Verkehrsfreigabe Kreisverkehr Rattiszell

Nach einer viermonatigen Bauphase ist der neue Kreisverkehr in Rattiszell im Kreuzungsbereich SR 13, SR 68 und St2326 offiziell eingeweiht worden. Die Umgestaltung des ehemaligen Unfallschwerpunkts war schon lange ein Wunsch der Bevölkerung und sorgt ab sofort für eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit und einen flüssigeren Verkehrsfluss.

​In den vergangenen Jahren kam es an der bisherigen Kreuzung wiederholt zu schweren Unfällen. Um diesen Gefahrenpunkt nachhaltig zu entschärfen, entschieden sich die zuständigen Stellen für den Bau eines modernen Kreiselbauwerks.

Erfolgsfaktor Kooperation

​„Dass das Projekt zügig umgesetzt werden konnte, ist vor allem der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Dienststellen zu verdanken.“, betonte Tiefbauamtsleiter Markus Fischer. Gemeinde, Landkreis und staatliches Bauamt arbeiteten Hand in Hand, um Planung, Genehmigung und Bauausführung effizient zu gestalten. Ein besonderer Dank gilt zudem dem ausführenden Planungsbüro, den bauausführenden Firmen und nicht zuletzt den Grundstückseigentümern. Auch deren pragmatischer Einsatz und die unkomplizierte Abwicklung haben einen Beitrag dazu geleistet, dass die Baumaßnahme zeitnah abgeschlossen werden konnte.

„Als Kreuzung unmittelbar an der Aus- und Abfahrt der B20 mit hohem Unfallaufkommen war das für uns alle eine sehr wichtige Baumaßnahme. Der Kreisverkehr ist eine deutliche Verbesserung für unsere Straßeninfrastruktur und ich möchte mich bei allen Beteiligten ganz herzlich für die zügige Umsetzung bedanken“, so auch Landrat Tobias Beck.

Der Landkreis übernahm die Baumaßnahme federführend im Rahmen einer Sonderbaulast. Möglich wurde die Umsetzung durch die finanzielle Unterstützung des Freistaates. Die anteilige Kostenübernahme über Förderprogramme von über 80% der Kosten entlastete den kommunalen Haushalt spürbar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro.

​Ökumenischer Segen für alle Verkehrsteilnehmer

​Ein besonderer Höhepunkt der offiziellen Freigabe war die ökumenische Segnung der neuen Verkehrsanlage. Die evangelische Pfarrerin Christine Rießbeck und der katholischer Pfarrer Dr. Edwin Ikechukwu Ozioko erbaten gemeinsam den Segen für das Bauwerk und wünschten allen Bürgerinnen und Bürgern eine allzeit unfallfreie und sichere Fahrt.

Dabei nutzte v.a. Pfarrerin Rießbeck die Einweihung für einen Appell: Ein Kreisverkehr funktioniere nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit. Sie rief dazu auf, die bauliche Erneuerung auch als Anlass zu nehmen, im alltäglichen Straßenverkehr wieder bewusster, gewaltfreier und aufmerksamer aufeinander achtzugeben – denn die beste Infrastruktur ersetze nicht das menschliche Miteinander.