Respekt und Zusammenhalt im Fokus
Wie gehen wir miteinander um? Welche Werte sind uns in der Klasse und im Alltag wichtig?
Mit diesen zentralen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe der Mittelschule Schwarzach an zwei intensiven Workshoptagen. Auf Initiative der kommunalen Jugendpflegerin Julia Stadler und der JaS-Fachkraft (Jugendsozialarbeit an Schulen) Laura-Marie Dietl wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das den Teamgeist und die Sozialkompetenz der Jugendlichen nachhaltig stärken soll.
Für die Durchführung der beiden Projekttage konnten die Verantwortlichen den erfahrenen Referenten Sebastian Drescher gewinnen. Er gestaltete den Werteworkshop bewusst abseits des klassischen Frontalunterrichts. Drescher brachte wertvolle Erfahrungswerte aus seiner beruflichen Praxis mit: Durch seine fundierte Arbeit mit straffällig gewordenen Männern sowie seine präventiven Impulse im Bereich der Fußball-Ultraszene weiß er genau, wie Konflikte entstehen und wie wichtig klare Regeln für ein friedliches Miteinander sind.
Mit einer Mischung aus spielerischen Übungen, Diskussionsrunden und praktischen Gruppenaufgaben gelang es ihm schnell, die Jugendlichen zu motivieren und aus der Reserve zu locken. Neben den Themen Toleranz, Respekt und Zivilcourage spielte auch die Sensibilisierung gegen Rassismus eine zentrale Rolle im gemeinsamen Austausch. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Vorurteilen und Beleidigungen auseinander und erarbeiteten gemeinsam Impulse für ein faires Miteinander, die nun auch im Schulalltag weiterleben sollen.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie offen und ehrlich die Jugendlichen über ihre eigenen Erfahrungen und Werte gesprochen haben“, zieht JaS-Fachkraft Laura-Marie Dietl ein positives Fazit. „Der Workshop hat den Schülerinnen und Schülern gezeigt, dass ein starkes Klassenteam nur durch gegenseitige Wertschätzung entsteht. Sebastian Drescher hat durch seinen authentischen Hintergrund genau den richtigen Ton getroffen, um die Jugendlichen zu packen.“
Durch das enge Netzwerk zwischen der Kommunalen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit vor Ort konnte so ein maßgeschneidertes Angebot direkt in die Schulklassen gebracht werden. Der Workshop zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, Jugendlichen Räume zu öffnen, um über gesellschaftliche Werte und das eigene Verhalten zu reflektieren. Am Ende der beiden Tage stand für die siebten und achten Klassen fest: Zusammenhalt funktioniert nur, wenn jeder Einzelne Verantwortung übernimmt.
Foto: Laura Dietl und Julia Stadler