Starke Impulse für die Jugend

29. September 2026: Schulpräventionswochen „Zeichen setzen“ starten in Straubing
Zeichen Setzen 2026

Ab dem 8. Oktober 2026 verwandeln sich die Stadt und der Landkreis Straubing-Bogen in eine Plattform für Chancengerechtigkeit und Zukunftskompetenzen. Die diesjährigen Schulpräventionswochen unter dem Leitmotiv „Equal Future – Wird bei mir“ richten sich gezielt an Schulklassen, um Heranwachsende für die Herausforderungen von morgen stark zu machen. Organisiert von den Kommunalen Jugendarbeiten der Region, wartet das Projekt mit einer beeindruckenden Bandbreite auf: Von Kinofilmen und Theaterstücken über interaktive Workshops und Ausstellungen bis hin zu Fachfortbildungen und Elternabenden wird das gesamte Spektrum moderner Jugend- und Präventionsarbeit abgedeckt.

Im Zentrum der Aktion steht das Ziel, wichtige gesellschaftliche und persönliche Themen unkompliziert in den Schulalltag zu integrieren. Julia Stadler von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Straubing-Bogen betont dabei die strategische Ausrichtung der Aktionswochen: „Wir bieten auch 2026 eine umfangreiche und bunte Palette an. Unser Ziel ist es, diese wichtigen Themen auf unkomplizierte Weise in den Schulalltag zu integrieren und so einen nachhaltigen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Jugendlichen zu leisten“. Das Programm greift aktuelle Lebensrealitäten auf – von sozialer Resilienz über den Umgang mit künstlicher Intelligenz bis hin zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der darstellenden Kunst und dem Medium Film als Vermittler von Werten. Richard Maier, ebenfalls Kommunaler Jugendpfleger des Landkreises, sieht im darstellerischen Ansatz eine enorme Chance für die Konfliktbewältigung: „Mit Theaterstücken wie 'Sandkastenkriege' oder '#Handy' wollen wir den Schülern spielerisch alternative Lösungswege aufzeigen. Es geht darum, gesellschaftliche Entwicklungen und die zunehmende Radikalisierung direkt greifbar zu machen und im Anschluss gemeinsam zu diskutieren“.

Ergänzt wird dieser emotionale Zugang durch das Medium Kino, das im Citydom Straubing ein breites Forum findet. Annette Halm von der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt Straubing setzt bewusst auf die Kraft der großen Leinwand: „Ein Kinobesuch bietet Jugendlichen ein einzigartiges Lernerlebnis. Filme wie 'Sisterqueens' oder '22 Bahnen' rücken Themen wie Identität, Vielfalt und familiäre Herausforderungen in den Fokus und regen nachhaltig zum Nachdenken an“.

Für die Lehr- und Fachkräfte werden spezialisierte Fortbildungen angeboten, die aktuelle Phänomene wie die Radikalisierung junger Männer in der „Manosphere“ oder Methoden zur biographiesensiblen Begleitung im pädagogischen Alltag beleuchten.

Die Schulklassen selbst können in praxisnahen Workshops drängende Medienthemen aktiv erproben, wozu spielerische Escape-Koffer gegen Cybermobbing sowie praxisorientierte Kurse zum kritischen Umgang mit Daten und Künstlicher Intelligenz gehören. Ergänzend stärken interaktive Programme wie „Gemeinsam stark“ oder geschlechtsspezifische Angebote zu Schönheitsidealen gezielt die demokratischen Kompetenzen, die Resilienz und das respektvolle Miteinander der Jugendlichen.

Die Veranstalter laden alle Schulleitungen und Lehrkräfte herzlich ein, sich aktiv an den Präventionswochen zu beteiligen, um gemeinsam ein starkes Zeichen für die junge Generation zu setzen. Dank der Unterstützung durch den Kreisjugendring Straubing-Bogen und Partner wie die AOK Bayern bleiben viele der flexiblen Angebote direkt an den Schulen für die Klassen weitestgehend kostenfrei.